Artikel lesen

Umfrage zeigt, wie Marken sich von Eigenmarken bei Verbrauchern abheben können

Wie Marken durch Preisaktionen, In-Home-Sampling und ersichtlichen Mehrwert Kunden zum Kauf von Markenartikeln bewegen können: Mit der steigenden Preissensibilität der Deutschen gewinnen Handelsmarken weiter an Bedeutung in der Lebensmittelindustrie und es stellt sich die Frage, wie Marken Kunden vom Kauf ihrer Markenartikel überzeugen können.

Bild © Degusta Box
Bild © Degusta Box

Eine neue Verbraucherumfrage* von Degusta Box zeigt, dass neben Geschmack, Qualität und Vertrauen, Marken durch Preisaktionen, Berührungspunkte beispielsweise das In-Home-Sampling oder durch einen ersichtlichen Mehrwert Kunden zum Kauf ihrer Markenprodukte anregen können.

Wenn Konsumenten vor dem Einkaufsregal im Supermarkt stehen, haben sie die Wahl zwischen Produkten der Discountermarke oder der klassischen Marke. In der Verbraucherumfrage von Degusta Box im Juli 2019, gaben 4 von 5 Befragten an die Eigenmarke aufgrund des Produktpreises und 1 von 5 aufgrund der eigenen Gewohnheit zu kaufen. Verbraucher schätzen wiederum bei Marken besonders den besseren Geschmack und die Qualität bei Markenprodukten. Zudem kaufen sie Markenprodukte, da sie der Marke vertrauen.

Bei der Umfrage kristallisierte sich die Rubrik Nudeln, Reis, Getreide und Hülsenfrüchten als stärkste Kategorie heraus, in der die Markentreue am geringsten ist. Wie lassen sich Kunden bei Kategorien mit solch hohen Eigenmarkenanteilen umstimmen zu einem Markenprodukt zu greifen?

Der erste Kauffaktor liegt beim Preis. 76 Prozent der Befragten würden wegen des Preises zum Markenprodukt wechseln. Das verdeutlicht die geringe emotionale Bindung zu Handelsmarken und wie Marken durch gezielte Preisaktionen, die Aufmerksamkeit beim Kauf auf ihre Artikel ziehen können.

Neben dem klassischen Preisfaktor kommen an zweiter Stelle die Berührungspunkte mit Produkten. Laut Verbraucherumfrage würden ganze 38 Prozent zum Marken-Gegenstück wechseln, nachdem sie das Produkt durch In-Home-Sampling kennengelernt, beziehungsweise 15 Prozent die Gelegenheit hatten, das Markenprodukt woanders probiert zu haben.

Der drittstärkste Wechselgrund wäre für 27 Prozent der Befragten ein ersichtlicher Mehrwert des Markenprodukts gegenüber des No-Name-Artikels. Die Markenhersteller können hier ihre größeren Möglichkeiten für Innovationen und Trends nutzen, um sich abzuheben und neue Kunden zu gewinnen.

Wechselgründe von No-Name zu Markenprodukten von Verbrauchern

Zuletzt, klassische Werbung genauso wie Online Werbung, scheinen nicht ausreichend für Konsumenten zu sein, um auf einen Markenartikel zu wechseln. Die Studie von Degusta Box zeigt, dass sich nur unter 10 Prozent der Verbraucher durch Werbung oder Social Media zu einem Wechsel überzeugen lassen würden.

Wichtig zu wissen ist, dass nur 1 Prozent der Befragten hundertprozentig loyal ihrer Handelsmarke gegenüber sind. Daher können Marken die große Mehrheit der Verbraucher durch folgende Strategien für ihre Marken gewinnen: Während 76 Prozent sich durch Angebote überzeugen lassen,  stehen 38 Prozent der Personen dem Wechsel zu Markenprodukten offen gegenüber, wenn sie das Produkt in einer Überraschungsbox wie Degusta Box und 15 Prozent, wenn sie es irgendwo sonst getestet hätten. Diese Möglichkeiten öffnen Marken die Türen, Verbraucher von ihren Markenartikeln  zu überzeugen, sodass die Konsumenten am Ende im Supermarktregal zum Marken- anstatt Discounter-Artikel greifen. Wenn die Anpassung des Produktpreises nicht zur Wahl steht, bietet daher das In-Home-Sampling die effektivste Möglichkeit, Kunden die Artikel entdecken zu lassen und den ersten Kontakt mit den Endkonsumenten herzustellen und diese vom Produkt zu überzeugen.

Quelle: Degusta Box

 

Veröffentlichungsdatum: 20. Januar 2020