Spanische Tomaten setzen belgischen Markt unter Druck: „1,50 EUR/kg sind nicht kostendeckend“
Nach einer Phase geringerer Produktion infolge der Hitze in Südeuropa nimmt das Angebot an spanischen Tomaten wieder zu. Dies setzt die Preise auf dem belgischen Markt unter Druck.

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Bei BelOrta werden Rispentomaten derzeit für etwa 1,50 EUR/kg gehandelt, so berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT). „Angesichts der aktuellen Energiepreise reicht das für die Erzeuger/innen bei weitem nicht aus“, heißt es.
Vor einigen Wochen herrschte noch ein Mangel auf dem europäischen Tomatenmarkt. Aufgrund einer Hitzewelle in verschiedenen europäischen Anbauregionen blieb die Ernte vorübergehend hinter den Erwartungen zurück. Inzwischen hat sich die Lage jedoch geändert.
„In den letzten drei Wochen ist wieder ausreichend Ware aus Südeuropa, insbesondere aus Spanien, bei uns eingetroffen“, sagt Maarten Verhaegen von BelOrta.
Das wieder zunehmende Angebot macht sich nicht nur bei Tomaten bemerkbar, sondern auch bei Gurken und Zucchini. Infolgedessen gibt es keinen Mangel mehr, was sich auch in der Preisgestaltung widerspiegelt, so BelOrta.
Rispentomaten werden derzeit bei belgischen Versteigerungen und in dem übrigen Benelux-Raum für etwa 1,50 EUR/kg gehandelt.
Jährliches Phänomen
Dass spanische Produkte in dieser Zeit wieder verstärkt auf den Markt kommen, ist ein alljährliches Phänomen. Spanische Exporteure versuchen, ihre Ware auf dem nordeuropäischen Markt abzusetzen, was traditionell die Preise für belgische Erzeuger/innen unter Druck setzt.
Nach Angaben von BelOrta ist das aktuelle Preisniveau für die Erzeuger/innen problematisch. „Vor allem angesichts der derzeitigen Strom- und Gaspreise. 1,50 EUR/kg reichen für die Erzeuger/innen nicht aus.“
Die höheren Preise, die während der Hitzewelle erzielt wurden, liegen bereits einige Wochen zurück.
Die belgische Produktion befindet sich derzeit in einer Übergangsphase. Ältere Bestände neigen sich allmählich dem Ende zu.
In zwei bis drei Wochen dürfte sich die Situation ändern. Dann kommen vermehrt jüngere Bestände, darunter auch Kulturen aus beleuchtetem Anbau sowie Herbstkulturen, auf den Markt.
Infolgedessen wird wieder mit einem normaleren Angebot aus belgischer Produktion gerechnet.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 06.11.2026