DFHV: Bundesregierung plant Plastiksteuer
Die Pläne der Bundesregierung zur Einführung einer nationalen Plastiksteuer stößt nicht nur in der Obst- und Gemüsebranche auf erhebliche Kritik, berichtet der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. in seinem Newsletter.
Geplant ist die ab Mitte 2027 ist eine Sonderabgabe von 550 Euro pro Tonne Kunststoff, mit der wiederum die EU-Plastikabgabe, die Deutschland und alle anderen Mitgliedstaaten an die EU zahlen müssen, über die Wirtschaft refinanziert werden soll.
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„Die beabsichtigte Steuer droht nicht nur die Kosten für Kunststoffverpackungen drastisch zu steigern, sondern belastet die Lieferketten entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit zusätzlicher Bürokratie, deren Abbau eigentlich versprochen wurde.“
Aus Sicht des DFHV ist die geplante Abgabe in ihrer aktuellen Ausgestaltung ökologisch und ökonomisch verfehlt.
„Eine pauschale Besteuerung verdoppelt faktisch die finanzielle Belastung für Unternehmen – etwa parallel zu den Lizenzentgelten für duale Systeme – und schafft weder zusätzliche Anreize für eine bessere Recyclingfähigkeit noch für den vermehrten Einsatz von Rezyklaten als diejenigen, die schon durch die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) gesetzt werden.“

„Anstatt einer bürokratischen Sonderabgaben, gäbe es effektiver Wege, die Kreislaufwirtschaft zielgerichtet zu stärken, etwa über eine gezielte Anknüpfung der Höher der Lizenzentgelte von dualen Systeme nach Recyclingfähigkeit und Rezyklatgehalt der lizensierten Verpackungen.“
Quelle: DFHV
Veröffentlichungsdatum: 03.11.2026