Solarmodule über Himbeerfeldern zeigen Potenzial: weniger Wasserverbrauch, mehr Qualitätsfrüchte
Erste Ergebnisse einer Studie des Forschungszentrums für Obstbau in Limburg (pcfruit) zu dem Anbau von Herbsthimbeeren unter Solarmodulen sind vielversprechend.
Ein geringerer Wasserverbrauch, eine höhere Qualität der Früchte sowie eine längere Erntezeit eröffnen neue Perspektiven für den flämischen Beerenobstsektor.

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Dass dieses Potenzial nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Praxis besteht, bestätigt Tom Mertens von dem Betrieb Halberry in Hoogstraten, wie das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT) berichtet.
Er setzt bereits seit zwei Jahren auf den Anbau unter Solarmodulen: „Für mich ist der Anbau unter Solarmodulen rentabler als im Freiland.“
Bei der sogenannten Agri-Photovoltaik werden landwirtschaftliche Kulturen unter Solarmodulen angebaut.
Diese Module bestehen teilweise aus Photovoltaikzellen, ähnlich wie Solarmodule auf Hausdächern, sind aber zugleich teilweise lichtdurchlässig, sodass die darunter liegenden Kulturen ausreichend Licht erhalten.
Auf der Versuchsfläche werden vier verschiedene Arten von Solarmodulen getestet. In diesem Jahr wurden unter der Agri-PV-Anlage Herbsthimbeeren der Sorte Kwanza gepflanzt.
Weniger Wasser, ohne Ertragseinbußen
Eine zentrale Forschungsfrage ist, ob Himbeeren unter einer Agri-PV-Anlage mit weniger Wasser angebaut werden können.
„Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend“, heißt es. „Die Pflanzen unter den Solarmodulen erhalten weniger Sonnenlicht, somit verdunsten sie auch weniger Wasser.“
Neben dem Wasserverbrauch fiel auch das Pflanzenwachstum auf. Unter der Agri-PV-Anlage entwickelten die Himbeeren längere Triebe als unter einer herkömmlichen Regenschutzabdeckung. Dies liegt daran, dass die Pflanzen etwas weniger Sonnenlicht erhalten.
Laut der Forschenden sind diese Triebe zudem von guter Qualität. Auch die Erntezeit konnte durch die Agri-PV-Anlage leicht verlängert werden.
Dies kann für Erzeuger/innen ein Vorteil sein, da sie Himbeeren über einen längeren Zeitraum anbieten können, genau dann, wenn weniger regionale Früchte auf dem Markt verfügbar sind.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 03.11.2026