Woche des Fairen Handels: Belgier zunehmend besorgt über Lebensmittelqualität
Belgier machen sich zunehmend Sorgen um den Klimawandel, die Lebensmittelqualität, die Artenvielfalt und das Tierwohl. Dies geht aus einer Studie von Enabel hervor, der belgischen Agentur für internationale Zusammenarbeit.
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Die Studie wurde anlässlich der „Woche des Fairen Handels“ durchgeführt, die vom 7. bis 17. Oktober stattfindet, wie Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT) berichtet.
Die größten Sorgen liegen jedoch nicht auf dem Teller: Gesundheit, Kaufkraft und die Energiekrise wurden eindeutig als die drängendsten gesellschaftlichen Probleme identifiziert.
Für die alle zwei Jahre durchgeführte Umfrage von Enabel wurden im vergangenen Sommer 1.500 Belgier/innen ab 16 Jahren befragt.
Bei den Themen, die die Verbraucher/innen am meisten beschäftigen, stehen Gesundheit und Kaufkraft gemeinsam an der Spitze (89 %), gefolgt von der Energiekrise (86 %), Umweltverschmutzung (84 %), geopolitischen Spannungen (82 %) und dem Klimawandel (81 %).
Im Vergleich zu dem Barometer von 2024 zeigt sich, dass sich die Belgier/innen verstärkt Gedanken über den Klimawandel (+5 %), die Lebensmittelqualität (+4 %), die Artenvielfalt (+3 %) und das Tierwohl (+3 %) machen.
Enabel wertet dieses wachsende Umweltbewusstsein als positive Nachricht für den fairen Handel. 41 % der Belgier/innen verbinden diese Handelsform mit einer nachhaltigen und ökologischen Produktionsweise.
Fairer Handel in Belgien
Eine weitere wichtige Erkenntnis des Barometers: Für 75 % der Belgier/innen muss der faire Handel auch für belgische und europäische Landwirte/Landwirtinnen und Erzeuger/Erzeugerinnen gelten.
Das Grundprinzip des fairen Handels, sicherzustellen, dass die Erzeuger/innen von Konsumgütern eine faire Vergütung erhalten, ist aktueller denn je.
Der/Die durchschnittliche Belgier/in gibt 40,60 EUR für Fairtrade-Produkte aus, wovon etwa 10 EUR auf Produkte belgischer Herkunft entfallen.
„In der öffentlichen Wahrnehmung hat sich die Daseinsberechtigung des fairen Handels erweitert, womöglich auch aufgrund der Bauernproteste im Zusammenhang mit Mercosur und den Milchpreisen“, sagt Samuel Poos, Projektmanager bei Enabel.
Kaufverhalten
Dennoch spielt der Geldbeutel bei Kaufentscheidungen weiter eine Rolle. 37 % der Befragten geben an, sie wären bereit, mehr Fairtrade-Produkte zu kaufen, wenn die Preise niedriger wären.
Woche des fairen Handels
Mit mehr als 150 Veranstaltungen in ganz Belgien zielt die „Woche des fairen Handels“ darauf ab, den fairen Handel ins Rampenlicht zu rücken.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 09.10.2026