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Prognosen für peruanische Blaubeerexporte sinken aufgrund von El Niño auf 366.000 Tonnen

07. Oktober 2026

Die fünfte Prognose von ProArandanos senkt die Schätzung vom September um 4,2 % und sieht das Ergebnis für die Saison 2026/27 unter dem der vorangegangenen Saison, trotz der Vergrößerung der Anbaufläche. 

Ricardo Naranjo Fernández, Geschäftsführer (CEO) von Camposol, betont, dass die Fähigkeit, Wetterereignisse vorherzusehen, für die Agrarwirtschaft ein zunehmend wichtiger Vorteil sein wird, so berichtet die peruanische Agentur für Landwirtschaftsnachrichten Agraria.pe.


Bildquelle: Pexels

Peru wird die Blaubeersaison 2026/27 voraussichtlich mit einer Exportmenge von rund 366.000 Tonnen abschließen, dies geht aus der am 1. Oktober veröffentlichten fünften Prognose von ProArandanos hervor. 

Dieser Wert liegt um 4,2 % unter der Schätzung vom September (382.000 Tonnen) und um 4,4 % unter den Exporten der Saison 2025/26 (383.000 Tonnen) und das, obwohl die Anbaufläche dem Sektorverband zufolge voraussichtlich um rund 15 % zugenommen hat, wie Agraria.pe berichtet.

Dem Bericht zufolge erweisen sich die Auswirkungen von El Niño als schwerwiegender als erwartet, was in großem Kontrast zu dem starken Saisonauftakt steht. Bis zur 38. Kalenderwoche exportierte Peru 136.000 Tonnen, das sind 18,7 % mehr als in dem gleichen Zeitraum der vorangegangenen Saison (115.000 Tonnen). 

ProArandanos weist jedoch darauf hin, dass dieser Wert die in den letzten Wochen beobachtete Trendwende, mit einen deutlichen Rückgang der Exportmengen, nicht widerspiegelt. 

Ausblick 

Für den Zeitraum von der 39. Kalenderwoche bis zum Saisonende werden Exporte von 229.000 Tonnen prognostiziert, dies entspricht einem Rückgang von 14,2 % gegenüber dem gleichen Zeitraum der Vorsaison (268.000 Tonnen). 

Besonders ausgeprägt dürfte dieser Rückgang in den kommenden acht Wochen ausfallen: Erwartet werden 108.000 Tonnen im Vergleich zu 156.000 Tonnen in der Vorsaison, was einem Minus von 31,2 % entspricht. 

Anstelle einer ausgeprägten Spitzenphase rechnet der Sektor mit einer Plateauphase bei einer Durchschnittsmenge von rund 13.500 Tonnen pro Woche. 

Bio-Segment: 

Die prognostizierte Abschlussmenge für das Bio-Segment liegt bei 24.900 Tonnen. 

Der Höchststand wird für die 47. Kalenderwoche mit 1.100 Tonnen erwartet, dieser Wert liegt unter dem Spitzenwert der vorangegangenen Saison, der in Woche 40 bei 1.900 Tonnen lag. 

Sektorperspektive

Für Ricardo Naranjo Fernández, CEO von Camposol, zeigt die Saison „deutlich“, welche Auswirkungen El Niño auf den Sektor haben kann. 

Mit Blick auf die Aktualisierung von ProArandanos betonte er, dass die Produktionsfläche um rund 13 % auf über 30.000 ha (basierend auf einer früheren Schätzung) gewachsen ist, die prognostizierten Mengen jedoch dennoch niedriger ausfallen.

 
Quelle: Agraria.pe

 

Veröffentlichungsdatum: 07.10.2026

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