Anstieg des Wertes peruanischer Agrarexporte um 2,5% dieses Jahr und um 8,4% 2027 erwartet
Es wird erwartet, dass der Wert der peruanischen Agrarexporte (traditionelle und nicht-traditionelle Produkte) bis Ende 2026 bei 14,9 Milliarden USD liegen wird, dies entspricht einem Anstieg von 2,5 % gegenüber den 14,5 Milliarden USD 2025, so sagt Edgar Vásquez Vela, Direktor des Zentrums für Wirtschafts- und Unternehmensforschung des Verbandes der Exporteure (CIEN-ADEX).
Er führte aus, dass sich die traditionellen Agrarexporte im Jahr 2026 auf 1,9 Milliarden USD belaufen würden, ein Rückgang von 2 % gegenüber dem Vorjahr, was einem Anteil von 12,6 % an dem Gesamtwert entspricht, berichtet Agraria.pe.
Demgegenüber würden die nicht-traditionellen Agrar- und/oder agrarindustriellen Exporte einen Wert von 13,0 Milliarden USD erreichen, dies entspräche einem Zuwachs von 3,2 % gegenüber 2025 und einem Anteil von 87,4 % an dem Gesamtwert.
Hinsichtlich der möglichen Auswirkungen des El-Niño-Phänomens auf die Agrarexporte in den Jahren 2026 und 2027 erklärte er, dass sich die unternehmerische Infrastruktur gewandelt habe und die Unternehmen somit besser vorbereitet seien als früher.
„Ein Großteil der Agrarexporte stammt von großen Unternehmen, die in den Schutz ihrer Infrastruktur sowie in Wissenschaft und Forschung investiert haben, dadurch verfügen sie über Produkte, die widerstandsfähiger gegen hohe Temperaturen sind, und können die Ernte vorverlegen“, sagte er.
Diesbezüglich erklärte er, dass Kleinst- und Kleinunternehmen sowie Betriebe, die für den lokalen Markt produzieren, am stärksten von El Niño betroffen sein werden.
„Die stärksten Auswirkungen des El-Niño-Phänomens werden voraussichtlich bis zum ersten Quartal 2027 anhalten, in der zweiten Jahreshälfte dürfte sich das Wetter jedoch normalisieren, und es wird zu einem statistischen Erholungseffekt kommen, wie er typischerweise auftritt, wenn sich die Exporte abschwächen“, merkte er an.
Risiken
Er warnte, Hauptrisiken für den Sektor sind mögliche Schäden an der Bewässerungsinfrastruktur durch El Niño und Verzögerungen bei dem Bau neuer Anlagen, steigende Düngemittelpreise, Volatilität bei den internationalen Preisen für Agrarerzeugnisse, logistische Probleme auf nationaler und internationaler Ebene sowie protektionistische Maßnahmen einiger Länder, die die Rentabilität beeinträchtigen (etwa von den USA verhängte Zölle).
Quelle: Agraria.pe
Veröffentlichungsdatum: 06.10.2026