Möhren sind zweitbeliebtestes Gemüse in Deutschland
Ob Babymöhre, Bundmöhre oder Snackmöhre – das Wurzelgemüse ist seit Jahren eines der beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland. Nach vorläufigen Angaben des Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) verbrauchten die Deutschen 11,2 Kilogramm frische und verarbeitete Möhren, Karotten und rote Rüben im Wirtschaftsjahr 2024/25.
Damit belegen sie hinter Tomaten (27,6 Kilogramm) Platz zwei.
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Foto © Fruchtportal
Auf den heimischen Feldern ist Wurzelgemüse ebenfalls gern gesehen: Sie werden mit Ausnahme von Berlin und Bremen in ganz Deutschland angebaut.
Insgesamt verbrauchten Bundesbürgerinnen und -bürger rund 936.000 Tonnen Möhren, Karotten und Rote Rüben im Wirtschaftsjahr 2024/25. Dies entspricht knapp sieben Prozent (58.000 Tonnen) mehr als im Vorjahreszeitraum.
Klar in Führung bei der Beliebtheit in deutschen Küchen liegen frische und verarbeitete Tomaten mit 2.307.000 Tonnen. Auf dem dritten Platz folgen mit 895.000 Tonnen Speisezwiebeln.
Selbstversorgungsgrad bei knapp 80 Prozent
Der heimische Anbau lieferte 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 865.679 Tonnen Möhren auf 14.191 Hektar Anbaufläche.
Dies entspricht einer leichten Steigerung der Erntemenge von rund zwei Prozent (2024: 850.578 Tonnen auf 13.789 Hektar).
Möhren werden, bis auf die Stadtstaaten Berlin und Bremen, in allen Bundesländern angebaut.
Dabei nehmen im Jahr 2025 Nordrhein-Westfalen mit 293.465 Tonnen, Niedersachsen mit 163.125 Tonnen und Bayern mit 77.744 Tonnen die drei Spitzenplätze ein.
Der Selbstversorgungsgrad betrug im Wirtschaftsjahr 2024/25 gut 79 Prozent. Dies ist nach Weiß- und Rotkohl mit 113 Prozent der zweithöchste Wert bei deutschem Gemüse.
Der Import für frische Karotten und Speisemöhren lag 2025 bei 206.629 Tonnen. Vorrangig lieferten dabei die Niederlande (100.957 Tonnen), Italien (25.482 Tonnen) und Dänemark (25.124 Tonnen) Möhren nach Deutschland.
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Jede fünfte Möhre aus ökologischem Anbau
Mit rund 3.340 Hektar in 2025 wird mittlerweile 23,6 Prozent der Möhren-Anbaufläche in Deutschland ökologisch bewirtschaftet.
Dies ist die größte ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche unter allen Gemüsesorten.
Auch bei der Erntemenge liegen die Bio-Möhren klar vorne: Im vergangenen Jahr ernteten deutsche Landwirtinnen und Landwirte 172.171 Tonnen Möhren aus ökologischem Anbau.
Auf dem zweiten Platz ist die Rote Beete mit knapp 82.000 Tonnen und dahinter die Speisezwiebeln mit 78 500 Tonnen.
Mit Blick auf die Gesamternte zeigt sich, dass jede fünfte Möhre, rund 20 Prozent, der Gesamternte in Deutschland aus ökologischem Anbau stammt.
Möhre oder Karotte? Ein Gemüse mit vielen Namen
Botanisch gibt es keinen Unterschied zwischen Möhren und Karotten. In der Produktion und im Verkauf hingegen werden Sorten, die eher rundliche, kurze und dicke Rüben bilden, als Karotten bezeichnet.
Sorten mit länglichen, walzenförmigen bis spitzen Rüben hingegen sind als Möhren ausgezeichnet. Umgangssprachlich werden beide Namen synonym verwendet.
Was sind Snackmöhren? In deutschen Supermärkten gibt es noch weitere Varianten des Wurzelgemüses. Bei den sogenannten Snackmöhren handelt es sich um eine zarte und süß schmeckende Sorte, die aus extremer Dichtsaat gewonnen wird.
Die Babymöhren, die oft in Vorverpackungen oder Konserven angebotenen werden, sind Möhren, die maschinell auf eine mundgerechte Größe zurechtgeschnitten wurden.
Als Grundlage dienen Sorten wie „Imperator“, eine spitze, schlanke Rübe mit besonders süßem Geschmack.
Quelle: BLE
Veröffentlichungsdatum: 01.10.2026