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EU und Philippinen schließen Freihandelsabkommen

29. September 2026

Die Europäische Kommission und die Philippinen haben eine politische Einigung über ein Freihandelsabkommen erzielt. „Das Abkommen soll die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und den Philippinen weiter stärken. 

Die Philippinen sind für Europa ein strategischer und schnell wachsender Partner in Südostasien“, so die EU-Kommission. 

Das Land hat 113 Millionen Einwohner und muss große Mengen an Lebensmitteln importieren. Es könnte zu einem wichtigen Absatzmarkt für europäische Produkte werden, berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).

Ein modernes, ehrgeiziges und ausgewogenes Freihandelsabkommen, bei dem Nachhaltigkeit im Mittelpunkt steht, das war das Ziel der Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und den Philippinen. 

Die Verhandlungen hatten bereits 2015 begonnen. Die Gespräche gerieten zunächst ins Stocken, wurden jedoch im März 2024 wieder aufgenommen. 

Vergangene Woche konnte eine Einigung über die Grundprinzipien des Abkommens erzielt werden. In den kommenden Monaten müssen noch Regelungen zur konkreten Umsetzung und zu den letzten technischen Details getroffen werden. 

Laut Maros Sefcovic, dem EU-Kommissar für Handel und wirtschaftliche Sicherheit, soll das Abkommen durch verbesserte Bedingungen für Exporteure, Dienstleister und Investoren auf beiden Seiten zu einem Anstieg der Handels- und Investitionsströme führen. 

„Es stärkt die strategische Zusammenarbeit der EU mit einem gleichgesinnten Partner im Indopazifik-Raum.“ 

Die EU-Kommission ist davon überzeugt, dass der Handel mit den Philippinen noch erhebliches Wachstumspotenzial bietet. 

Im Jahr 2025 belief sich der gegenseitige Warenhandel auf 17,6 Milliarden EUR. Für die Philippinen ist die EU der drittgrößte Handelspartner; sie macht 8,3 % des gesamten Warenhandels aus.
 
Das Abkommen sieht die Abschaffung von Zöllen sowie einen verbesserten Marktzugang für beide Seiten vor.

Mehr als 94 % der Zolltariflinien werden durch das Abkommen liberalisiert, was über 97 % des bilateralen Handels entspricht.

Zudem werden transparente Regeln für gesundheits- und pflanzenschutzrechtliche Maßnahmen sowie für technische Handelshemmnisse eingeführt. 

Gleichzeitig wurden laut EU-Kommission „ambitionierte Nachhaltigkeitsverpflichtungen“ als wesentlicher Bestandteil des Abkommens festgelegt. 

Der für Landwirtschaft und Ernährung zuständige Kommissar, Christophe Hansen, bezeichnet dies als wichtigen Fortschritt: „Das sind gute Nachrichten für die europäischen Landwirte und Landwirtinnen. Es stärkt unsere Widerstandsfähigkeit und die Diversifizierung des Handels.“


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 29.09.2026

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