Depot-Laden für E-Lkw: BGL e.V. und Depotcharge starten BGL Charge
Mit Abschluss einer 2,7 Millionen Euro Finanzierung setzt Depotcharge ein wichtiges Signal und launcht gemeinsam mit dem BGL e.V. BGL Charge – das bundesweite Depot-Ladenetz für den Straßengüterverkehr.
E.L.V.I.S. unterstützt die Branchenlösung für ihre Mitglieder und setzt sich so für eine starke gemeinsame Branchenlösung ein.

- Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. mit seinen rund 7.000 in den Landesverbänden organisierten Unternehmen macht Depotcharge zum Ladenetz für seine Mitglieder und überträgt ein Modell nach Deutschland, das in der Schweiz seit Mai 2026 mit dem Transportverband ASTAG läuft.
- Über die Plattform öffnen Speditionen ungenutzte Ladepunkte an ihren Depots für andere Flotten. Mehr als 200 Unternehmen mit rund 600 E-Lkw sind bereits registriert.
- Die E.L.V.I.S. AG mit über 250 Partnerunternehmen an mehr als 350 Standorten unterstützt BGL Charge und bindet ihre Gemeinschaft als Community in die Branchenlösung ein.
- Depotcharge schließt eine Pre-Seed-Finanzierung über 2,7 Millionen Euro ab. Lead-Investor ist der High-Tech Gründerfonds (HTGF), beteiligt sind xdeck Ventures, Kopa Ventures, Prequel Ventures und Business Angels aus Logistik, E-Mobilität und Energiewirtschaft.
„Der elektrische Straßengüterverkehr steht und fällt mit der Ladeinfrastruktur.“ Mit BGL Charge bringen der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. und Depotcharge eine verbandseigene Lösung an den Start, die vorhandene Depotladeinfrastruktur bundesweit zu einem gemeinsamen Netzwerk verbindet.
Speditionen öffnen ungenutzte Ladepunkte an ihren Depots für andere Flotten und greifen zugleich auf ein wachsendes Netz Lkw-tauglicher Ladeinfrastruktur zu. Parallel schließt Depotcharge eine Pre-Seed-Finanzierung über 2,7 Millionen Euro ab, mit der das Unternehmen die internationale Expansion beschleunigt.
Eine Branchenlösung statt paralleler Netzwerke
Mit dem Hochlauf der Elektromobilität investieren immer mehr Speditionen in eigene Depot-Ladeinfrastruktur.
Gleichzeitig bleiben viele Ladepunkte tagsüber ungenutzt, während unterwegs häufig teure öffentliche Ladeangebote genutzt werden müssen. BGL Charge verbindet diese vorhandenen Kapazitäten zu einem gemeinsamen Netzwerk.
Die Depotbetreiber entscheiden selbst über Preise, Zugangsregeln und Verfügbarkeit.
BGL Charge übernimmt Vermarktung, Zugangssteuerung, Abrechnung und Zahlungsabwicklung, unabhängig von Ladehardware, Backend oder Fahrzeughersteller.
„So entsteht ein deutschlandweites Depot-Ladenetz, das bestehende Infrastruktur besser auslastet und den Zugang zu bezahlbaren Lademöglichkeiten deutlich erweitert.
Damit macht BGL Charge den Betrieb elektrischer Lkw wirtschaftlicher und leistet einen konkreten Beitrag zur Beschleunigung der Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs.“
„Unsere Mitglieder brauchen eine Ladeinfrastruktur, die planbar, verfügbar und wirtschaftlich ist“, sagt BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt.
„Mit BGL Charge schaffen wir eine gemeinsame Lösung für die gesamte Branche und setzen einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer flächendeckenden Lkw-Ladeinfrastruktur. Je mehr Unternehmen ihre Depotkapazitäten teilen, desto stärker wird das Netzwerk für alle.“
E.L.V.I.S. stärkt den Mehrwert für seine Partner
Als Einkaufsgemeinschaft bündelt die E.L.V.I.S. AG die Nachfrage ihrer Partnerunternehmen und bringt deren Interessen innerhalb von BGL Charge ein. Sie bindet ihre Gemeinschaft damit in eine größere Branchenlösung ein und stärkt die Position ihrer Partner in einem wachsenden Netzwerk.
„Unsere Partnerunternehmen profitieren von einem deutlich größeren Netz an Ladepunkten und von zusätzlicher Nachfrage an ihren Standorten“, sagt Nikolja Grabowski, Vorstand der E.L.V.I.S. AG. „Als Einkaufsgemeinschaft bringen wir die Interessen unserer Partner in BGL Charge ein und stärken so ihre Position im Markt.“
Bewährtes Modell aus der Schweiz
Die Partnerschaft folgt einem Modell, das Depotcharge bereits gemeinsam mit dem Schweizer Transportverband ASTAG erfolgreich umgesetzt hat.
Dort entwickelt sich das Verbandsnetzwerk ASTAG Charge powered by Depotcharge seit Mai 2026 zum nationalen Depot-Ladenetz der Schweizer Transportwirtschaft.
„Die Idee von Depotcharge ist einfach: Speditionen teilen ihre Ladeinfrastruktur miteinander und heben damit gesamtwirtschaftliche Potenziale.
Dieser Gedanke lässt sich ideal auf Verbände übertragen, von Mitgliedern für Mitglieder, mit einem klaren Vorteil für alle Beteiligten“, sagt Joscha Specks, CEO und Mitgründer von Depotcharge.
„In der Schweiz haben wir das Modell mit der ASTAG bereits erfolgreich umgesetzt. Gemeinsam mit dem BGL e.V. und der E.L.V.I.S. AG übertragen wir es nun nach Deutschland.
Unser Ziel für die nächsten zwei Jahre ist es, mit unseren Verbandspartnern das führende Ladenetzwerk für elektrischen Güterverkehr in DACH und Benelux aufzubauen.“
Finanzierung beschleunigt den Ausbau
Parallel schließt das Münchner Unternehmen eine Pre-Seed-Finanzierung über 2,7 Millionen Euro ab. Lead-Investor ist der High-Tech Gründerfonds (HTGF), beteiligt sind außerdem xdeck Ventures, Kopa Ventures, Prequel Ventures sowie Business Angels aus Logistik, E-Mobilität und Energiewirtschaft.
Mit dem frischen Kapital baut Depotcharge die Plattform weiter aus. Im Fokus stehen die internationale Expansion und die nahtlose Einbindung der Ladevorgänge in die Disposition, über Reservierung, offene Schnittstellen und die Anbindung an bestehende Transportmanagementsysteme.
„Laden muss so selbstverständlich in den Transportalltag passen wie Tanken heute.
Weil wir unabhängig von Ladehardware, Backend und Fahrzeughersteller arbeiten, lässt sich jedes Depot ohne großen Integrationsaufwand anschließen.
So wird das Netz mit jedem Standort dichter und für alle Beteiligten wertvoller“, sagt Julius Wilhelm, Mitgründer und CPTO von Depotcharge.
In den Benelux-Ländern ist das Unternehmen seit September 2026 mit einem eigenen Vertriebspartner aktiv.
Parallel erweitert Depotcharge das Team um Logistikexpertise.
Marc Clausing übernimmt als Chief Commercial Officer den Vertrieb und bringt 21 Jahre Erfahrung sowie ein weitreichendes Netzwerk in der Branche mit.
„Die Adoptionswelle bei E-Lkw nimmt gerade Fahrt auf. In vielen Einsatzbereichen sind die Kosten pro Kilometer schon heute attraktiv.
Der Engpass ist die Ladeinfrastruktur.
Während mehr als 60 Prozent der Depot-Ladekapazitäten ungenutzt bleiben, sind Spediteure auf teure öffentliche Ladestationen angewiesen“, sagt Timo Bertsch, Senior Investment Manager beim HTGF.
„Depotcharge löst dieses Problem, indem es vorhandene Depot-Ladeinfrastruktur zu einem Netzwerk verbindet.
Das Team verfügt über bedeutende Erfahrung aus dem Aufbau von Digital Charging Solutions und hat mit der ASTAG-Kooperation in der Schweiz bewiesen, dass das Modell trägt.“
Über Depotcharge
Depotcharge betreibt ein herstellerneutrales Netzwerk für gemeinsam genutzte Depot-Ladeinfrastruktur im elektrischen Güterverkehr.
Speditionen öffnen ungenutzte Ladepunkte an ihren Standorten für andere Flotten und erzielen zusätzliche Erlöse aus bestehender Infrastruktur, Depotcharge übernimmt Zugangssteuerung, Abrechnung und Zahlungsabwicklung.
Gegründet wurde das Unternehmen von Joscha Specks und Julius Wilhelm, die zusammen über 20 Jahre Erfahrung in der E-Mobilität mitbringen und zuvor Digital Charging Solutions mit aufgebaut haben, ein Joint Venture von BMW, Mercedes-Benz und BP Europa SE.
Depotcharge ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern aktiv. Betreibergesellschaft der Marke Depotcharge ist die Evolve Energy GmbH.
Über den HTGF – High-Tech Gründerfonds
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Veröffentlichungsdatum: 16.09.2026