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Belgien: Tomatenangebot normalisiert sich nach enormem Rückgang durch Hitze

08. September 2026

Die Hitzewellen dieses Sommers haben das Tomatenangebot bei den flämischen Versteigerungen stark beeinträchtigt. „So etwas habe ich in 20 Jahren noch nicht erlebt. Die Produktion hat enorm unter der Hitze gelitten, sodass wir einige Verträge nicht erfüllen konnten“, berichtet die Genossenschaft BelOrta.


Bildquelle: Pixabay

Die Auswirkungen waren in den letzten Wochen am stärksten zu spüren. „Nun beobachten wir eine vorsichtige Erholung“, heißt es weiter.

Bei der Genossenschaftsversteigerung BelOrta normalisiert sich das Tomatenangebot allmählich wieder. 

„In etwa zehn Tagen dürften wir bei Menge und Qualität wieder das gewohnte Niveau erreicht haben“, sagt Maarten Verhaegen, Leiter der Gemüseabteilung bei BelOrta. 

„Das kommt genau zur rechten Zeit, denn in wenigen Wochen läuft auch die Importsaison langsam an, was den Wettbewerbsdruck für belgische Tomaten erhöht.“ 

Diese Normalisierung folgt auf eine sechswöchige Phase, in der das Tomatenangebot bei der Versteigerung massiv gestört war.

Der Grund dafür? „Drei Hitzewellen im Sommer“, so Verhaegen. „Auch in einem normalen Sommer gibt es heiße Tage, aber dieses Jahr war es extrem, mit Perioden von 5 Tagen, wo die Temperaturen um die 35 Grad lagen und es auch nachts nicht abkühlte.“

Die außergewöhnliche Hitze hatte verheerende Auswirkungen auf die Tomatenpflanzen. So gab es beispielsweise große Probleme bei der Fruchtbildung. 

Das ist der Moment, in dem die Blüte befruchtet wird und die Grundlage für die spätere Tomate entsteht. Für die Bestäubung sorgen Hummeln. 

Aufgrund der Hitze flogen die Hummeln nicht mehr aus und die Bestäubung blieb zurück. Dies erklärt auch, warum das Angebot bei der Versteigerung erst einige Wochen nach den Hitzewellen einbrach. 

Im Juli und August lag das Tomatenangebot bei den flämischen Versteigerungen bei 68.000 Tonnen, während es in den gleichen Zeiträumen der Vorjahre noch jeweils 81.000 und 88.000 Tonnen betragen hatte. 

Verhaegen weist darauf hin, dass diese durchschnittliche Produktion (und auch die Preise) stark von dem jeweiligen Erzeuger und der Tomatensorte abhängen. 

So haben beispielsweise längliche Tomatensorten noch stärker unter der Hitze zu leiden.

Neben der Menge hat auch die Qualität stark unter der Hitze gelitten. Die Tomatenpflanzen hatten sichtlich mit der Hitze zu kämpfen und waren deutlich anfälliger für Krankheiten. 

„Zeitweise hatten wir sogar 50 % der Ware auf der Auktionsuhr, die nicht der Flandria-Qualität entsprach. Ich bin seit 20 Jahren in dem Sektor tätig, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Normalerweise liegt dieser Anteil bei maximal 10 %“, sagt Verhaegen.

Flandria ist die Qualitätsmarke von BelOrta für Spitzenprodukte.


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 08.09.2026

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