StMELF / Bayern: Klimavorsorge auf dem Acker - Jetzt Förderanträge für Agroforststreifen stellen
Landwirtinnen und Landwirte können den gesamten September über wieder Fördermittel für neue Agroforststreifen beantragen. Mit dem Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) unterstützt der Freistaat die Anlage solcher Systeme bereits seit 2023.
Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betont: "Agroforst verbindet landwirtschaftliche Produktion mit Klima- und Ressourcenschutz. Bayern gehört zu den wenigen Bundesländern, die ihre Betriebe bei der freiwilligen Anlage solcher Systeme finanziell unterstützen. Damit schaffen wir Anreize statt neuer Vorgaben."
Bei Agroforstsystemen kombinieren Landwirte Ackerbau oder Tierhaltung mit Gehölzstreifen auf derselben Fläche. In vielen Teilen der Welt gehören solche Systeme seit Langem zur Landnutzung, in Deutschland sind sie bislang noch die Ausnahme.
Dabei können sie dazu beitragen, die Folgen des Klimawandels abzumildern: Die Gehölze schützen vor Verdunstung und Erosion, fördern die CO₂-Bindung im Boden und können sich positiv auf die Artenvielfalt auswirken.
"Wir schreiben unseren Betrieben nicht vor, wie sie wirtschaften sollen – wir eröffnen ihnen neue Möglichkeiten. Agroforst kann auf passenden Flächen Landwirtschaft, Klimaanpassung und Bodenschutz miteinander verbinden. Wer sich dafür entscheidet, unterstützen wir mit bis zu 65 Prozent der Nettokosten", betont Kaniber.
Die Förderung ist zudem so ausgestaltet, dass Betriebe für den anschließenden Erhalt der angelegten Agroforststreifen jährliche Zahlungen der Europäischen Union über die sogenannten Öko-Regelungen beantragen können.
Bis zum 30. September können Betriebe ihre Förderanträge bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einreichen. Dort erhalten Interessierte auch weitere Informationen und Beratung.
Alle Informationen zur Förderung gibt es zudem im Internet-Förderwegweiser des Staatsministeriums
Quelle: StMELF
Veröffentlichungsdatum: 03.09.2026