Copa-Cogeca: Extreme Hitze verursacht massive Schäden in der europäischen Obst- und Gemüseproduktion
Die anhaltenden Hitzewellen dieses Sommers haben die europäische Landwirtschaft stark beeinträchtigt. Nach Angaben von Copa und Cogeca, die Verbände der europäischen Landwirte/Landwirtinnen und Agrargenossenschaften, sind Süd-, Mittel- und Westeuropa besonders betroffen.

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Die extremen Wetterbedingungen führen zu erheblichen Ertragseinbußen, Qualitätsproblemen und steigenden Produktionskosten.
Für den Obst- und Gemüsesektor sind die Folgen besonders gravierend. Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit leiden viele Kulturen unter Hitzestress, Sonnenbrand, vorzeitigem Fruchtfall und kleineren Fruchtgrößen.
Infolgedessen sinken nicht nur die Produktionsmengen, sondern auch Qualität und Vermarktbarkeit der Erzeugnisse stehen unter Druck.
Die schwerwiegendsten Auswirkungen werden aus Ländern wie Italien, Spanien, Kroatien und Slowenien gemeldet. In dem Obstbau schädigen die extremen Temperaturen Bäume und Früchte, was sowohl die Erträge als auch die Produktqualität mindert.
Auch der Wein- und Olivenanbau ist stark betroffen. In Kroatien beispielsweise wird ein Rückgang der Obst- und Weinproduktion um rund 30 % erwartet.
Zudem verfügen Berichten zufolge mehr als 90 % der Olivenplantagen über keine Bewässerung, wodurch sich die Auswirkungen der Trockenheit noch verschärfen.
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Auch der Gemüsesektor steht vor großen Herausforderungen, insbesondere in Gebieten ohne ausreichende Bewässerungsmöglichkeiten. Kulturen wie Kartoffeln, Zuckerrüben und verschiedene Gemüsearten haben durch Wassermangel und extreme Temperaturen erhebliche Einbußen erlitten.
Die Sicherstellung einer ausreichenden Wasserversorgung für die Bewässerung wird zu einem immer wichtigeren Faktor für die Zukunft der landwirtschaftlichen Produktion.
Copa und Cogeca warnen, dass diese Krise über die Ernte einer einzelnen Saison hinausgeht. Die Kombination aus extremen Wetterbedingungen, hohen Energiepreisen und gestiegenen Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel setzt die Erzeuger/innen zusätzlich unter Druck.

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Höhere Kosten für Bewässerung, Energie und Rohstoffe könnten letztlich auch zu höheren Verbraucherpreisen führen.
Copa und Cogeca fordern daher eine entschlossenere Reaktion auf europäischer Ebene, darunter:
verstärkte Investitionen in Wassermanagement und Bewässerungsinfrastruktur, Unterstützung für Maßnahmen zur Klimaanpassung, Entwicklung und Bereitstellung widerstandsfähigerer Pflanzensorten, verbesserte Instrumente für das Risikomanagement, ausreichende finanzielle Mittel im Rahmen der künftigen Agrarpolitik.
Laut Copa und Cogeca hat dieser Sommer gezeigt, dass extreme Wetterereignisse keine Ausnahmeerscheinungen mehr sind.

„Der europäische Obst- und Gemüsesektor benötigt dringend Maßnahmen, die die Produktion angesichts der sich wandelnden klimatischen Bedingungen widerstandsfähiger und zukunftsfähig machen.“
Veröffentlichungsdatum: 02.09.2026