Polen: Schwache Obsternte in diesem Jahr erwartet
Frühjahrsfröste, Niederschlagsmangel und sommerliche Hitzewellen haben zusammen den Zustand der Obstplantagen verschlechtert. Nach Angaben von Experten des Polnischen Statistischen Amtes (GUS) verursachte der milde Winter des Vorjahres keine nennenswerten Schäden in den Obstplantagen, die Überwinterung verlief im Allgemeinen günstig.
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Das Wetter im Frühjahr war jedoch ungünstig: Ein kühler April und fehlende Niederschläge verlangsamten die Vegetation und beeinträchtigten die Nährstoffaufnahme, zudem war die Aktivität bestäubender Insekten gering, wie der Ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB) berichtet.
Die größten Verluste wurden durch die Fröste im April verursacht, die zu erheblichen Schäden an Blüten und Knospen führten. Das Ausmaß der Schäden variierte je nach Region und hing stark von den örtlichen Gegebenheiten ab, insbesondere von den Bewässerungsmöglichkeiten.
Obwohl sich die Bedingungen im Juni allgemein besserten, sorgten Hitzewellen am Monatsende für weiteren Stress in den Plantagen.
Hohe Temperaturen führten zu Ernteschäden, einem stärkeren Fruchtfall als üblich und einem erhöhten Schädlingsdruck.
Im Juli verbesserte feuchteres Wetter den Zustand der Bäume zwar wieder, doch die Auswirkungen der vorangegangenen Schäden waren weiterhin spürbar.
Nach vorläufigen Schätzungen des GUS könnte die Gesamternte an Baumobst in diesem Jahr bei 3,4 Millionen Tonnen liegen, was einem Rückgang von 18,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Das Endergebnis kann sich jedoch noch ändern, da die agrarmeteorologischen Bedingungen der kommenden Monate die Entwicklung der Ernte maßgeblich beeinflussen werden.
Die diesjährige Apfelernte wird auf knapp über 3,1 Millionen Tonnen geschätzt, dies entspricht einem Rückgang von 19,5 % gegenüber dem Vorjahr.
Die erwartete Birnenmenge liegt bei 67,4 Tausend Tonnen (-14,4 %). Bei Pflaumen wird eine Ernte von 113,1 Tausend Tonnen erwartet (-4,1 %), dieser Rückgang wurde durch das günstigere Wetter im Juli teilweise ausgeglichen.
Die Sauerkirschernte dürfte bei rund 125.800 Tonnen liegen, ein Rückgang um 10,8 %, während für Süßkirschen eine Prognose von 48.600 Tonnen erstellt wurde, was einem Minus von 16,6 % entspricht.
Der Gesamtertrag bei anderen Baumobstarten – Pfirsiche, Aprikosen, Walnüsse – wird voraussichtlich unter 13.200 Tonnen bleiben (-12,7 %). Zudem werden 1.600 Tonnen an Spezialfrüchten – wie Kornelkirsche, Vogelbeere, Mispel und Quitte – erwarte, dies entspricht einem Rückgang von 15,8 %.
Quelle: FruitVeb.hu
Veröffentlichungsdatum: 31.08.2026