Brandenburg begrüßt Bundeshilfen für die Landwirtschaft
Im Rahmen der Erntebilanz des Deutschen Bauernverbandes hat der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer Unterstützung für die landwirtschaftlichen Betriebe angekündigt.
Brandenburg begrüßt diese Vorschläge ausdrücklich und erwartet vom Bund nun eine zeitnahe Umsetzung der angekündigten Hilfen.
Bildquelle: Pixabay
Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch: „Auch wenn die Landwirtschaft in Brandenburg in diesem Jahr glücklicherweise nicht in dem Ausmaß von der Dürre betroffen ist, wie Regionen in West- und Süddeutschland, ist die Situation der Betriebe angespannt.
Insbesondere die hohen Düngemittel- und Energiepreise setzen den Betrieben in diesem Jahr stark zu.
Deshalb begrüßen wir ausdrücklich die Ankündigung des Bundesministers, die EU-Düngehilfen unbürokratisch und zeitnah an die Betriebe auszureichen“, so der Staatssekretär.
„Aus unserer Sicht fehlt allerdings eine weitere wichtige Unterstützung für die Landwirtschaft: die Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage.
Sie erlaubt es Betrieben, in wirtschaftlich guten Jahren, Gewinne steuerfrei anzusparen und ermöglicht so in Krisenzeiten – wie bei Dürre – mit Hilfe der angesparten Rücklagen besser über die Runden zu kommen.
Ich werbe deshalb ausdrücklich beim Bund dafür, dass auch dieses Instrument eingeführt wird.
Denn Landwirtschaftsbetriebe wären damit in der Lage, sich besser gegen witterungsbedingte und andere Krisensituationen zu wappnen“, so Dr. Stephan Nickisch.
Zu begrüßen ist aus Sicht Brandenburgs wiederum, dass sich Bundesminister Rainer dazu bekannt hat, sich für eine Stundung der Pachtraten für BVVG-Flächen einzusetzen, denn Brandenburg gehört zu den Bundesländern mit einem großen BVVG-Flächenanteil.
Hintergrund:
Brandenburg ist in diesem Jahr nicht flächendeckend und in dem Maße von der Dürre betroffen, die besonders in West- und Süddeutschland zu schwachen Erträgen bis hin zu Totalausfällen geführt hat.
Für Brandenburg wird von einer durchschnittlichen Ernte ausgegangen.
Wichtig bleibt aber auch in Brandenburg, Wasser in der Landschaft zu halten.
Dabei unterstützt das Landwirtschaftsministerium die Landwirtschaftsbetriebe unter anderem durch eine Förderung zur Verbesserung des Wasserrückhalts - inklusive Stauhaltung – auf landwirtschaftlichen Nutzflächen oder die Förderung von Agroforstsystemen.
Diese tragen – neben weiteren positiven Effekten – zur Beschattung und damit zur Kühlung bei und vermindern dadurch die Verdunstung.
Quelle: Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Veröffentlichungsdatum: 24.08.2026