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Größter Cyclospora-Ausbruch in den USA mit kontaminiertem Salat in Verbindung gebracht

10. August 2026

Die USA sind von dem größten Cyclospora-Ausbruch seit Beginn der Aufzeichnungen über diese parasitäre Darminfektion betroffen. Seit dem 1. Mai wurden bereits rund 18.000 Infektionen bestätigt, zudem wurden zwei Todesfälle mit der Darminfektion in Verbindung gebracht.

 
Bildquelle: Pixabay

Der Ausbruch steht im Zusammenhang mit einem Produzenten von Eisbergsalat. Die Ernte kam vermutlich mit Bewässerungswasser in Kontakt, das angeblich mit Fäkalien verunreinigt war, wie Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT) berichtet. 

Cyclospora verbreitet sich über kontaminierte Lebensmittel oder Wasser. Der Parasit kann eine akute Darminfektion mit Symptomen wie starkem Durchfall, Übelkeit und Erbrechen verursachen. Die Symptome können einige Tage anhalten, in manchen Fällen aber auch einen Monat oder länger bestehen bleiben.

Ein länger anhaltender Verlauf kann für gefährdete Gruppen, wie Säuglinge, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit geschwächtem Immunsystem, ein Risiko darstellen. 

Obwohl Todesfälle durch Cyclospora in den USA und Europa selten sind, werden bei diesem Ausbruch zwei Todesfälle in den USA damit in Verbindung gebracht. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörden litten beide Verstorbenen an Vorerkrankungen. 

Seit dem 1. Mai wurden bereits mehr als 18.000 Infektionen bestätigt oder befinden sich noch in der Abklärung. Inzwischen wurden Fälle in 45 Bundesstaaten gemeldet, wobei Michigan besonders stark betroffen ist. 

Dort wurden bereits mehr als 11.200 Infektionen registriert und etwa 190 Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden. Diese Zahl könnte noch weiter steigen. 

Salat als Ursache 

Die Ausbrüche stehen im Zusammenhang mit Salat, der bei der Fast-Food-Kette Taco Bell serviert wurde. 

Das Gemüse stammte von einem großen Erzeuger in Guanajuato (Mexiko), einer wichtigen Anbauregion für Salat. Eine der untersuchten Hypothesen besagt, dass zur Bewässerung der Pflanzen möglicherweise kontaminiertes Wasser verwendet wurde. 

Hinsichtlich der genauen Kontaminationsquelle herrscht jedoch noch große Ungewissheit. Längst nicht alle Fälle lassen sich auf den Salat zurückführen.

Zudem gab es zwei Kontaminationswellen – eine im Juni und eine im Juli. Dies deutet darauf hin, dass es mehrere Kontaminationsquellen gibt oder dass kontaminierte Chargen zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Umlauf gebracht wurden. 

„Wenn Bewässerungs- oder Prozesswasser dauerhaft kontaminiert ist, geht der Ausbruch weiter“, erklärte Barbara Kowalcyk, Leiterin des Institute for Food Safety and Nutrition Security, gegenüber dem US-Nachrichtensender NBC. 

„Da stellt sich mir die Frage, warum es in Guanajuato keine größere Kontaminationsquelle gibt.“ 

Die mexikanischen Gesundheitsbehörden schließen einen Ausbruch im eigenen Land vorerst aus. Ihren Angaben zufolge wurden in Mexiko bislang nur drei Infektionen bestätigt, zudem wird den Schlussfolgerungen der US-Behörden mit Skepsis begegnet. 

Der Ausbruch fällt in eine heikle Phase der Handelsbeziehungen zwischen den USA und Mexiko, da derzeit über eine Überarbeitung des trilateralen Handelsabkommens mit Kanada verhandelt wird. 

Zu wenig Personal bei den Kontrollbehörden 

Laut Kowalcyk verdeutlicht die mühsame Suche nach der Infektionsquelle auch die Anfälligkeit des
amerikanischen öffentlichen Gesundheitswesens. 

„Wir brauchen mehr Kapazitäten. Seit Jahren wird zu wenig in Wissenschaft und Forschung investiert“, resümiert sie. 

Diesen Punkt griff auch Moderator John Oliver in seiner satirischen Nachrichtensendung auf:
„Die US-Lebensmittelbehörde FDA kämpft seit Jahrzehnten mit Unterfinanzierung. Während der Amtszeit von Präsident Donald Trump verschlechterte sich die Lage weiter. Etwa 20 % des FDA-Personals verschwanden. Bei der US-Gesundheitsbehörde CDC lag dieser Wert sogar bei 25 %“, sagt er. 

„Früher waren bei der CDC 11 Wissenschaftler damit beschäftigt, durch Lebensmittel übertragene Parasiten aufzuspüren. Heute sind es nur noch 3.“ 

„Ein gutes öffentliches Gesundheitssystem ist kaum festzustellen. Ein schlechtes System hingegen macht Schlagzeilen. Und genau das erleben wir derzeit überall“, schließt er.
 

Quella: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 10.08.2026

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