Anhaltende Dürre: Schleusen in Rotterdam wegen niedriger Wasserstände geschlossen
Das Hoogheemraadschap van Delfland (Delfland-Wasserbehörde), hat am Mittwoch die Schleusen am Fluss Nieuwe Maas in der Region Rotterdam geschlossen. Diese Entscheidung betrifft den kommerziellen und den Freizeitverkehr sowie die Wasserentnahme aus Oberflächengewässern.
Dies geschah aufgrund anhaltender Dürre und eines raschen Rückgangs der Süßwasserreserven – eine Maßnahme, die laut öffentlich-rechtlichem Sender NOS.nl bisher noch nie ergriffen wurde.
Das Verbot der Oberflächenwasserentnahme in der Region Delfland betrifft unter anderem Gartenbaubetriebe, landwirtschaftliche Betriebe sowie Privatpersonen, die Wasser aus Kanälen zur Bewässerung entnehmen.
Betroffen sind 14 Gemeinden, darunter Delft, Den Haag, Rotterdam, Schiedam und Vlaardingen.
Die Wasserbehörde hat beschlossen, die Schleusen geschlossen zu halten, um das Süßwasser in der Region zu bewahren und das Eindringen von Salzwasser aus dem Meer zu verhindern.
„Aufgrund der anhaltenden Dürre ist ein Eingreifen jetzt unumgänglich“, erklärt das Delfland-Wasseramt.
Laut der Organisation besteht eine außergewöhnliche Situation, und Maßnahmen sind notwendig, da die Süßwasserreserven in der Region rapide schwinden.
„Der Flusslauf des Rheins nimmt drastisch ab, was bedeutet, dass Salzwasser zunehmend in das Gebiet eindringt“, erklärte die Sprecherin Nieske Dijkshoorn gegenüber NOS.
Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass das Wasser länger in der Region verbleibt. „Frischwasser ist essenziell, um Schäden an Deichen und natürlichen Lebensräumen zu vermeiden.“
Das Hoogheemraadschap überwacht die Lage kontinuierlich. „Die getroffenen Maßnahmen bleiben so lange bestehen, wie sie erforderlich sind.“
Quelle: Hoogheemraadschap van Delfland, NOS
Veröffentlichungsdatum: 07.08.2026