Baden-Württemberg: Jahresbericht der amtlichen Lebensmittelüberwachung
„Gesundheitlicher Verbraucherschutz ist gelebte Verantwortung für unsere Heimat: Vom regionalen Bio bis zum Nagellack– es muss drin sein, was draufsteht“, sagt Ministerin Marion Gentges MdL
Heimat ist mehr als ein Ort. Heimat ist auch Vertrauen: in unser Trinkwasser, in regionale Lebensmittel, in ehrliche Kennzeichnung und in sichere Produkte.
Dafür steht die Lebensmittel-, Trinkwasser- und Futtermittelüberwachung in Baden-Württemberg.
Auch im vergangenen Jahr haben sie ihre Kontrollaufgaben erfüllt und dadurch Verbraucherinnen und Verbrauchern ein hohes Maß an gesundheitlichem Verbraucherschutz gesichert.
Mit großem Einsatz und Fachwissen leistet die amtliche Überwachung einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Produkte sicher sind und unlauteren Geschäftspraktiken ein Riegel vorgeschoben wird. Dafür gilt ihnen mein besonderer Dank.
Der gesundheitliche Verbraucherschutz hat in Baden-Württemberg einen hohen Stellenwert.
Produkte mit gesundheitsschädlichem Potenzial sind nach wie vor selten. Auf den gesundheitlichen Verbraucherschutz im Land ist Verlass“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts 2025 der amtlichen Lebensmittel-, Trinkwasser- und Futtermittelüberwachung und des Ökomonitorings in Fellbach.
Fast 91.000 Kontrollen und über 47.000 untersuchte Proben
Im Jahr 2025 kontrollierten die Lebensmittelüberwachungsbehörden rund 60.000 Betriebe in über 90.900 Kontrollbesuchen. In 14 Prozent der kontrollierten Betriebe stellten sie dabei Verstöße fest. Insgesamt wurden über 47.000 amtliche Proben entnommen.
Von diesen untersuchten Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Tabakerzeugnissen waren 14 Prozent zu beanstanden. Lediglich 0,4 Prozent wurden als gesundheitsschädlich beurteilt.
Die Trinkwasserlabore des Landes untersuchten mehr als 9.200 Proben. Die Ergebnisse bestätigen erneut die hohe Qualität des Trinkwassers in Baden-Württemberg.
„Insgesamt lagen die Beanstandungsquoten der risikobasierten Kontrollen auf dem Niveau der Vorjahre.
Die gute Arbeit unserer Überwachungsbehörden ist wie ein Sicherheitsnetz im Alltag: Sie wirken nahezu unbemerkt im Hintergrund und übernehmen dadurch nicht nur eine besondere Verantwortung, sondern auch ständig eine schützende und vorbeugende Funktion“, sagte Ministerin Gentges.
Nicht jeder Gesundheitstrend verdient ein Like
Gerade im Onlinehandel und in den sozialen Medien lohnt sich ein kritischer Blick. Ein überzeugendes Gesicht, ein kurzes Video und ein Rabattcode – schon wird aus einem unbekannten Stoff ein vermeintlicher Gesundheitstrend.
So werden Zeolithe, die vor allem technisch genutzt werden und etwa in Filtern zur Wasserreinigung oder in Katzenstreu enthalten sind, als Mittel zur „Entgiftung“ des Körpers beworben.
Untersuchungen zeigen das Gegenteil: Bei einem Produkt war der Bleigehalt so hoch, dass es als gesundheitsschädlich beurteilt wurde. „Glauben Sie nicht jedes Gesundheitsversprechen auf dem Bildschirm“, rät Ministerin Gentges.
Nicht nur das Grillgut zählt
Beim Grillen im Garten kommt es nicht nur auf Würstchen, Gemüse und Grillkäse an. Grillschalen, Grillspieße und Einweggrills kommen mit Lebensmitteln in Kontakt und können Metalle an Lebensmittel abgeben.
Vor allem Einwegprodukte fielen negativ auf. Drei Viertel der Proben hielten die Richtwerte nicht ein.
„Verbraucherinnen und Verbraucher sollten unbedingt die Herstellerhinweise beachten. Das gilt besonders, wenn saure Marinaden verwendet werden“, empfiehlt Ministerin Gentges.
Positive Ergebnisse im Ökomonitoring: Bio überzeugt
Das Ökomonitoring bestätigt erneut das hohe Vertrauen in Bio-Produkte aus Baden-Württemberg. Die Untersuchungen aus mehr als 20 Jahren zeigen: „Wo Bio draufsteht, ist in Baden-Württemberg in aller Regel auch Bio drin.
Was unsere Verbraucherinnen und Verbraucher schützt, stärkt zugleich auch die vielen ehrlichen Betriebe, Landwirtinnen und Landwirte, die mit hohem Anspruch arbeiten und mit ihrer Arbeit für Qualität und unsere Heimat stehen“, hob Ministerin Gentges hervor.
„Deshalb bleiben wir auch in diesem Jahr weiter am Ball, und greifen gezielt dort ein, wo Vertrauen missbraucht wird.
Damit nehmen wir unsere Verantwortung wahr und sichern das Vertrauen in Produkte aus Baden-Württemberg“, so Ministerin Gentges.
Quelle: Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Veröffentlichungsdatum: 06.08.2026