ASAJA prognostiziert 30% geringere Ernte von Qualitätszitronen und gute Preise in Murcia
Die Landwirtschaftsorganisation ASAJA aus der spanischen Region Murcia schätzt, dass die Produktion der Zitronensorte „Fino“ in der Saison 2026/27 im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 % zurückgehen wird. Dies geht aus ersten Erhebungen in den Hauptanbaugebieten hervor, wie FyH.es berichtet.
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Obwohl es sich um eine erste Prognose handelt, die in den kommenden Monaten bestätigt werden muss, geht die Organisation davon aus, dass die geringere Verfügbarkeit von Früchten ein besseres Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage begünstigen und somit die Rentabilität der Erzeuger/innen verbessern könnte.
Das endgültige Ernteergebnis hängt von Faktoren wie Schädlings- und Krankheitsbefall, Wetterbedingungen, Wasserverfügbarkeit und dem Anteil der Früchte ab, die die vom Markt geforderten Größen- und Qualitätsstandards erfüllen.
ASAJA Murcia sieht den Saisonstart als optimistisch an, da neben dem erwarteten Produktionsrückgang in Spanien eine gefestigte europäische Nachfrage und stabile Konsumaussichten bestehen. Diese Faktoren könnten dazu beitragen, attraktive Preise für einen großen Teil der Saison zu sichern.
Einer der Faktoren, den ASAJA Murcia als besonders günstig erachtet, ist die Erwartung einer geringeren Konkurrenz aus der Türkei zu Beginn der spanischen Saison.
Frost und Kälteperioden in den wichtigsten Zitrusanbaugebieten der Türkei haben die Produktionskapazität in den letzten Saisons deutlich reduziert.
Dies könnte die Verfügbarkeit türkischer Zitronen auf den europäischen Märkten im September und Oktober einschränken, da dies mit dem Beginn der Vermarktung spanischer Fino-Zitronen zusammenfällt.
Die Organisation betont jedoch, dass die Entwicklung der türkischen Produktionserholung und die Exportmenge, die letztendlich für Europa bestimmt ist, genau beobachtet werden müssen.
Neben der Türkei hält es die Agrarorganisation für unerlässlich, auch die Entwicklung der Importe aus Südafrika und Argentinien zu beobachten.
Die Überschneidung zwischen den jüngsten Auslieferungen aus der südlichen Hemisphäre und dem Beginn der spanischen Saison kann das Angebot in Europa und die Preisentwicklung der Erzeugerpreise direkt beeinflussen.
ASAJA Murcia betont, dass die in der Region produzierten Zitronen sich vor allem durch ihre hohe Qualität, Rückverfolgbarkeit, Lebensmittelsicherheit und die Einhaltung anspruchsvoller europäischer Produktionsstandards auszeichnen.
Die Organisation ist der Ansicht, dass sich der Sektor weiter auf die Differenzierung spanischer Zitronen durch ihre Extraklasse konzentrieren und nicht allein über den Preis mit Produkten aus Drittländern konkurrieren sollte.
Quelle: FyH.es
Veröffentlichungsdatum: 06.08.2026