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Griechenland: Pfirsichexporte boomen

29. Juli 2026

Die Pfirsichexporte, vor allem nach Mittel- und Südeuropa, sind stark gestiegen, die Menge übertraf jene des Vorjahres um mehr als 20 %. In dem Zeitraum von Mai bis Anfang Juli verzeichneten die griechischen Pfirsichexporte einen deutlichen Zuwachs und lagen mehr als 21 % über der in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verschickten Menge, berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).

 
Bildquelle: Pixabay

Polen verzeichnete den stärksten Anstieg der Importe, während auf den mitteleuropäischen Märkten ein Überangebot und starker Preisdruck herrschten. 

Zwischen dem 1. Mai und dem 10. Juli exportierte Griechenland 19.990 Tonnen Pfirsiche, was einem Anstieg von 21,15 % gegenüber 2025 entspricht. 

Polen kaufte 130 % mehr griechische Pfirsiche, zudem gab es einen deutlichen Anstieg der Lieferungen nach Italien (+719,5 %), Ungarn, Tschechien, Moldawien und Deutschland. Rückgänge waren hingegen bei den Exporten nach Bulgarien und Rumänien zu verzeichnen. 

Der griechische Markt weist derzeit ein stabiles Angebot auf, was vor allem auf die Ernte der Sorten „Royal Glory“ und „Royal Summer“ zurückzuführen ist. 

Zuvor hatte das Ende der Erntezeit bestimmter Sorten zu Lieferunterbrechungen geführt. Nach Abschluss der Ernte der Sorten „Sweet Scarlet“ und „Sweet Dream“ wird erneut mit einem vorübergehenden Versorgungsengpass gerechnet, bevor die Sorte „O'Henry“ zu reifen beginnt. 

Die Erzeugerpreise lagen in der ersten Julihälfte zwischen 0,70 und 0,80 EUR/kg, dabei ist insbesondere bei den Kategorien niedrigerer Qualität ein Abwärtstrend zu beobachten. 

In Italien gerieten die Preise für Pfirsiche und Nektarinen Mitte Juli unter Druck, da ein großes Angebot bestand, insbesondere bei Nektarinen, was die Großhandelspreise auf den Märkten von Mailand, Bologna, Padua und Rom nach unten drückte. 

Die Nachfrage nach flachen Sorten wie „Tabacchiere“ blieb hoch. Die Sommerhitze beschleunigt den Reifeprozess und verkürzt die Haltbarkeit der Früchte.

Spanien ist weiter mit großen Mengen an Pfirsichen auf dem Markt vertreten, das Großhandelsnetzwerk Mercasa wickelt rund 80 % des spanischen Obst- und Gemüseumsatzes ab. 

Spanische Exporteure erzeugen einen starken Preiswettbewerb auf den mitteleuropäischen Märkten, darunter Deutschland, Polen und Ungarn. 

Aufgrund des gestiegenen Angebots aus Spanien und Italien sind Nektarinen in einigen Regionen günstiger als Pfirsiche. Dies weicht von den üblichen Marktbedingungen zu dieser Jahreszeit ab.

In Griechenland behindert Arbeitskräftemangel den Betrieb der Sortieranlagen und verlangsamt die Abwicklung von Exportaufträgen. 

In einigen Regionen treten zudem Qualitätsprobleme auf: Es gelangen kleinere und weichere Früchte auf den Markt, was zu einem Preisverfall führt, während das Angebot an Spitzenware begrenzt ist.


Quelle: FruitVeB.hu

 

Veröffentlichungsdatum: 29.07.2026

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