ZVG: Bürokratiefalle Brüssel - Irlands Ratspräsidentschaft muss liefern
Anlässlich der Vorstellung des Programms der irischen EU-Ratspräsidentschaft im EU-Agrarrat fordert der Zentralverband Gartenbau (ZVG), die angekündigte Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit mit konkreten Maßnahmen zum Bürokratieabbau zu verbinden.
„Wer Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken will, muss die Realität in den Betrieben anerkennen. Viele Unternehmen kämpfen nicht nur mit steigenden Kosten, sondern auch mit einer immer komplexeren Regulierungsdichte“, erklärt ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf.
„Gerade der Gartenbau benötigt jetzt spürbare Entlastungen statt weiterer Dokumentations- und Nachweispflichten.“
Kritisch bewertet der ZVG u.a. die Auswirkungen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Diese führt in vielen gartenbaulichen Betrieben zu erheblicher Verunsicherung und einem hohen bürokratischen Aufwand.
Zahlreiche Vorgaben sind bislang praxisfern, lassen wichtige Anwendungsfragen offen und verursachen zusätzliche Belastungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Der ZVG appelliert an die irische Ratspräsidentschaft, den angekündigten Kurs für bessere Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie auch im Agrar- und Gartenbaubereich umzusetzen.

Dazu gehören aus Sicht des Verbandes insbesondere praxisgerechte Anpassungen der Verpackungsverordnung, eine stärkere Berücksichtigung mittelständischer Strukturen sowie eine systematische Überprüfung neuer und bestehender EU-Vorgaben auf ihre Auswirkungen für die Unternehmen.
Quelle: ZVG
Veröffentlichungsdatum: 14.07.2026