Optiflux erhält 2,5 Mio. € für die Entwicklung eines KI-Tools im Qualitätsmanagement von O&G
Das in Limburg ansässige Unternehmen Optiflux ist ein Spin-off der KU Leuven (Katholieke Universiteit Leuven) und spezialisiert auf KI-gesteuertes Qualitätsmanagement im Obst- und Gemüsebereich.
Das Unternehmen hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 2,5 Mio. € erfolgreich abgeschlossen, berichtet das flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT). Unterstützt wurde die Runde von AIF, LAVA, LRM und dem Gemma Frisius Fonds.
Die Technologie soll unter anderem ermöglichen, das Haltbarkeitsdatum von Obst und Gemüse genauer vorherzusagen.
Derzeit basieren Qualitätsentscheidungen im Fruchtsektor häufig noch auf begrenzten Stichproben und subjektiver menschlicher Beurteilung.
Optiflux möchte hier eine andere Herangehensweise bieten: durch Qualitätsmessungen mit KI, Bildanalyse und prädiktiven Modellen sollen objektive, standardisierte Benchmarks für Obst und Gemüse entwickelt werden.
„Dieser Ansatz bringt auch deutliche Vorteile für lokale Erzeuger“, erklärt das Unternehmen.
„Objektive Qualitätsdaten erhöhen die Transparenz in der Lieferkette und sorgen für eine bessere Produktbewertung. Dadurch trägt die Technologie dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von regional angebautem Obst und Gemüse zu stärken.“
Weniger Lebensmittelverluste
Ein bedeutender Vorteil dieser Technologie ist die bessere Vorhersage des Haltbarkeitsdatums. So lässt sich eindeutig erkennen, welche Produkte zuerst versendet werden müssen.
Das ermöglicht Unternehmen, Lebensmittelverluste zu reduzieren, die Betriebseffizienz zu steigern und fundierte Entscheidungen in Logistik und Vertrieb zu treffen.
„Unser Anspruch geht über die reine Softwareentwicklung hinaus“, sagt Niels Bessemans, CEO und Mitgründer von Optiflux.
„Wir bauen den digitalen Standard, mit dem die Obstbranche weltweit Qualität messen, vorhersagen und steuern kann. Genauso wie die globale Lebensmittelindustrie auf einheitliche Standards wie ISO 22000 vertraut, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten, sind wir überzeugt, dass auch im Obstsektor eine internationale Norm für Qualitätsdaten notwendig ist. Mit dieser Investition machen wir einen großen Schritt in diese Richtung.“
Brancheninteresse wächst
Derzeit werden die Lösungen von Optiflux von Produzenten, Genossenschaften, Packhäusern und Lagerbetrieben in 16 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas genutzt.
Die Technologie kommt bei einer Vielzahl von Obstsorten zum Einsatz, darunter Äpfel, Birnen, Beeren, Zitrusfrüchte, Kirschen und Steinobst.
Die Investition soll dazu genutzt werden, die KI und die Softwareplattform weiterzuentwickeln.
„Mit dieser Finanzierung können wir die internationale Markteinführung unserer Technologie beschleunigen und unsere Position als innovativer Partner des globalen Obstsektors weiter stärken“, so Bessemans.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 14.07.2026