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Peru sterbt Marktzugang für seine Kirschen in China an

14. Juli 2026

Der asiatische Riese gehört weltweit zu den führenden Kirschkonsumenten. Die Behörde für Landwirtschaftsgesundheit (SENASA) arbeitet weiter daran, die phytosanitäre Zulassung für den Export peruanischer Kirschen nach China zu bekommen, so berichtet die Agencia Agraria de Noticias Peru.


Bildquelle: Pexels

Da China einer der weltweit größten Kirschabnehmer ist, laufen derzeit technische Abstimmungen mit den dortigen Gesundheitsbehörden, um einen möglichen Marktzugang zu erreichen. Allein im Jahr 2025 importierte das Land Kirschen im Wert von fast 3 Milliarden USD.

Ein Wettbewerbsvorteil für Peru ist in diesem Zusammenhang der Megahafen Chancay. Dank dieser Infrastruktur könnte Peru die Transportzeit für Obst nach China enorm verkürzen, von mehr als 35 Tagen auf voraussichtlich 21 bis 22 Tage.

Ein weiterer Pluspunkt für Peru ist das Klima. Aufgrund der geografischen Lage und der klimatischen Vielfalt sind in Peru bis zu zwei Kirscherntezyklen pro Jahr möglich, während Wettbewerber oft nur eine Saison bieten können.

Diese doppelte Produktionskapazität wird durch die Einführung neuer Sorten und Investitionen in die wissenschaftliche Forschung gestärkt, dies markiert für Peru den Wandel von einem reaktiven Akteur hin zu einem Hauptakteur in dem pazifischen Handel.

Kirschproduktion noch in der Versuchsphase

Peruanische Kirschen haben noch keine für den kommerziellen Export ausreichenden Mengen erreicht. Die aktuellen Versuche konzentrieren sich auf Regionen wie Arequipa, Junín, Ayacucho, Cajamarca, Cusco und Áncash. Dort werden Sorten mit unterschiedlichem Kältebedarf, etwa Santina, Lapins und Skeena, erprobt.

Der Prozess umfasst die Einführung von genetischem Material aus den USA und Chile sowie die Bewertung der Anpassungsfähigkeit und Leistungsfähigkeit dieser Sorten im Anbau.

Daten

Nach Angaben von dem chilenischen Unterstaatssekretariat für internationale Wirtschaftsbeziehungen (SUBREI) erzielte der weltweite Markt für frische Kirschen im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 5,849 Milliarden USD. Chile führte dabei die weltweite Exportstatistik an und war für genau 59,6 % der Lieferungen verantwortlich.

China ist der weltweit größte Kirschabnehmer und nimmt etwa 90 % der Exporte aus Chile ab, seinem wichtigsten Lieferanten. Das Land zahlt Spitzenpreise für diese Früchte, insbesondere zu den Feierlichkeiten des chinesischen Neujahrsfestes, wo Kirschen als Symbol für Glück und Wohlstand verschenkt werden. 

Auf dem chinesischen Großhandelsmarkt lagen die Preise für erstklassige und hochwertige Chargen (insbesondere große chilenische Kirschen) bis Ende 2025 im Durchschnitt zwischen 45 und 58 USD pro Kilogramm (kg).


Quelle: Agraria.pe

 

Veröffentlichungsdatum: 14.07.2026

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