Polen: Großteil der Apfelplantagen hat sich nach Frostereignissen erholt
Nach den Frühjahrsfrösten hat sich ein erheblicher Teil der polnischen Apfelplantagen erholt, wenngleich der Grad der Regeneration stark von der jeweiligen Plantage abhängt.
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Laut Emilia Lewandowska, Vertreterin des polnischen Apfelexporteurs Fruit-Group, versuchten die Landwirte nach den Frühjahrsfrösten, die Ernte durch intensive Pflanzenschutzmaßnahmen zu retten.
Die Nachblüte nach dem Frost trug vielerorts zum Fruchtansatz bei, sodass selbst in Obstplantagen, in denen zuvor ein Totalausfall befürchtet worden war, mit einem Ertrag von rund 20 % gerechnet wird, wie der Ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB) berichtet.
Die Ertragsunterschiede sind hauptsächlich auf regionale Temperaturextreme zurückzuführen.
Die polnischen Erzeuger können jedoch noch nicht aufatmen, da weiter die Gefahr von Hagelstürmen besteht.
Obwohl die Phase des natürlichen Fruchtfalls im Juni bereits vorüber ist, können sommerliche Gewitter nach wie vor schwere Schäden verursachen.
Derzeit rechnen einige Plantagen mit einer normalen Ernte, während andere Verluste von 80 bis 90 % erwarten.
Am stärksten betroffen sind die Sorten Jonagold, Red Jonaprince und Ligol, wohingegen die Bestände von Gala und Idared überwiegend gute Erträge versprechen.
Die Qualität polnischer Äpfel hat in den letzten Jahren ein Niveau erreicht, das Lieferungen an weit entfernte Exportmärkte ermöglicht.
Das internationale Interesse an der Sorte Gala wächst stetig und bis September wird eine klarere Marktlage erwartet.
Zu den Herausforderungen der Saison zählen die großen Fruchtgrößen der Sorten Jonagold-Jonaprince, Ligol und Lobo sowie die Frage der Lagerung, da einige der von Frühjahrsfrösten betroffenen Partien nicht für die Langzeitlagerung geeignet sein werden.
Insgesamt wird eine schwierigere Saison erwartet als im Vorjahr, doch der prognostizierte normale Ertrag bei der Sorte Gala ist ein ermutigendes Zeichen für die kommenden Monate.
Quelle: FruitVeB.hu
Veröffentlichungsdatum: 06.07.2026