fruchtportal.de

FEPEX diskutiert mit europäischen Erzeugern den neuen GAP-Vorschlag und die Auswirkungen auf den O&G-Sektor

30. Juni 2026

Vertreter von Verbänden des Obst- und Gemüsesektors aus Frankreich, Belgien, Portugal, Italien und Spanien analysierten auf einer von dem italienischen Verband Italia Ortofrutta organisierten Konferenz, die am 19. Juni, in Rom, in der Abgeordnetenkammer stattfand, die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und deren Auswirkungen auf den Sektor. 

Spanien wurde auf der Konferenz von dem spanischen Verband der Verbände der Exportierenden Erzeuger von Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen (Federación Española de Asociaciones de Productores Exportadores de Frutas, Hortalizas, Flores y Plantas vivas, FEPEX) vertreten.

Auf der Konferenz mit dem Titel „Ist die neue GAP 2028-2034 wirklich europäisch? Herausforderungen und Kritikpunkte für den Obst- und Gemüsesektor“ erläuterte der Direktor von FEPEX, Ignacio Antequera, wie wichtig es sei, die derzeitige Struktur und das Budget für Erzeugerorganisationen und operative Programme in dem neuen GAP-Vorschlag beizubehalten, insbesondere im Hinblick auf sektorspezifische Interventionen für Obst und Gemüse. 

Diese hätten sich als die wirksamsten Instrumente zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Sektors erwiesen.

Die Veranstaltung, an der Vertreter des italienischen Landwirtschaftsministeriums, der Botschaften von Frankreich, Spanien und Portugal sowie Mitglieder des Europäischen Parlaments teilnahmen, zeigte einen deutlichen Konsens: Die operativen Mittel für Obst und Gemüse im Rahmen der GAP sind eine grundlegende Säule, die dem Sektor geholfen hat, sich weiterzuentwickeln und über die Jahre wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieses erfolgreiche Modell, das nur einen sehr kleinen Teil des gesamten GAP-Budgets ausmacht, hat bedeutende wirtschaftliche und soziale Erträge gebracht.

Für FEPEX gefährden die in dem Reformvorschlag der Europäischen Kommission zu der GAP enthaltenen Änderungen dieses Instrument, indem sie das Budget begrenzen, es mit anderen Fonds im Rahmen eines nationalen und regionalen Partnerschaftsplans zusammenlegen und einen Teil der öffentlichen Fördermittel (mind. 30 %) nationalisieren. 

Dies schafft für Erzeugerorganisationen zahlreiche Unsicherheiten und Nachteile im Vergleich zu der aktuellen Situation.


Quelle: FEPEX

 

Veröffentlichungsdatum: 30.06.2026

Fruchtportal © 2004 - 2026
Online Fachzeitschrift für den internationalen Handel mit frischem Obst und Gemüse