AVA-ASAJA testet Anti-Bestäubungsnetze zur Verhinderung von Kernen in Zitrusfrüchten
Ein Feldversuch in Valencia, Spanien, untersucht, ob Schutznetze dazu beitragen können, die Qualität kernloser Zitrusfrüchte zu bewahren. AVA-ASAJA hat in seinem Versuchsbetrieb „Finca Sinyent“ einen Feldversuch gestartet, um den Einsatz von Netzen zur Verhinderung der Bestäubung als mögliches Mittel gegen ein schon lange bestehendes Problem zu bewerten: die Fremdbestäubung.
Bildquelle: Pixabay
Ursache des Problems ist die Kreuzbestäubung zwischen bestimmten Zitrus-Sorten, die zur Samenbildung in Früchten führt, bei denen der Markt eigentlich keine Kerne erwartet. Dies mindert den Handelswert und beeinträchtigt unmittelbar die Rentabilität der Betriebe, berichtet Fructidor.com.
Der Versuch wird mit Sorten durchgeführt, die zur Kernbildung neigen, darunter Nadorcott, Leanri und Orri.
Die Netze sind so konzipiert, dass sie ein spezielles Maschengitter haben, das Bienen daran hindert, die Blüten zu erreichen, und so die Fremdbestäubung einschränkt, die zur Samenbildung führt.
Der valencianische Landwirtschaftsverband AVA-ASAJA arbeitet bei diesem Projekt mit dem in Castellón ansässigen Unternehmen Servicios Agrícolas Meliá zusammen. Die Netze wurden sowohl manuell als auch mit maschinellen Systemen installiert, die Gerät nutzen, das die Abdeckung direkt über den Bäumen anbringt und wieder entfernt.
Die maschinelle Variante könnte entscheidend dazu beitragen, die Arbeitskosten zu senken und das Verfahren für kommerzielle Betriebe praktikabler zu machen.
Zudem lässt das Netz Pflanzenschutzmittel zur Baumkrone durch. Laut AVA-ASAJA soll der Versuch objektive Daten zur Wirksamkeit der Netze, zu den tatsächlichen Kosten und zu dem potenziellen Einsatz in Zitrusplantagen liefern.
Quelle: Fructidor.com
Veröffentlichungsdatum: 22.06.2026