Lebensmittelhandel Österreich: weniger Online, mehr Convenience
Die österreichischen Haushalte gaben 2025 insgesamt 80,7 Mrd. Euro für Wareneinkäufe im Einzelhandel (ohne KFZ) aus. Die Einzelhandels-Ausgaben wuchsen damit nominell um 2,6 %. Inflationsbereinigt (real) lag das Wachstum bei +0,8%. Die Ausgaben im E-Commerce legten mit +4,1 % etwas stärker zu als die allgemeine Preisentwicklung. Das zeigt die aktuelle Analyse „Handel in Zahlen“ von Kreutzer Fischer & Partner (KFP) im Auftrag des Handelsverbands Österreich.

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Mit 32,1 Mrd. Euro (+2,9 %) entfallen fast 40 % aller Einzelhandels-Ausgaben auf Nahrungs- und Genussmittel. Dabei zeigt die Studie einige bemerkenswerte Verschiebungen im Ausgabeverhalten der der Österreicher:innen: So steigen die Ausgaben für Convenience-Sortimente (also etwa Fertiggerichte und To-Go-Produkte) innerhalb nur eines Jahres um +7,3 %. Alkoholische Getränke verlieren hingegen mit -4,1 % spürbar an Beliebtheit.
Gleichzeitig büßt der Online-Lebensmittelhandel weiter an Bedeutung ein – und zwar bereits das vierte Jahr in Folge. Die Online-Ausgaben für Nahrungs- und Genussmittel sinken im Vorjahr um -4,6 %, der Online-Anteil geht auf nur noch 2,2 % zurück. Besonders stark fällt dieser Rückgang bei alkoholfreien Getränken (-19,3 %) sowie im Convenience-Sortiment (-11,6 %) aus.
Hintergrund: Aufgrund der geringen Margen und nicht zuletzt der Einführung des Einwegpfandes hatten sich im Vorjahr mehrere große Lebensmittelketten aus dem kostenintensiven Zustellgeschäft zurückgezogen.
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Quelle: apa-ots/Handelsverband Österreich
Veröffentlichungsdatum: 04.06.2026