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Italien: Obst und Gemüse, Exporte und Innovation treiben den Sektor an

04. Juni 2026

Der italienische Obst- und Gemüsesektor verzeichnet ein starkes Wachstum, das maßgeblich durch steigende Exporte, eine stabile Binnennachfrage und technologische Innovationen vorangetrieben wird. Süditalien bildet dabei ein wichtiges Produktionszentrum, wobei insbesondere die Region Kampanien durch ihre verarbeiteten Produkte (insbesondere Konserven) sowie durch hochwertige Erzeugnisse, die auf europäischer Ebene Anerkennung finden, hervorsticht.

Eckdaten:

  • Rund 150.000 Betriebe bewirtschaften eine Fläche von 887.000 Hektar.
  • Der Produktionswert beläuft sich auf 17 Milliarden Euro, was einem Anteil von 26 Prozent am gesamten italienischen Agrar- und Ernährungssektor entspricht.
  • Die Exporte liegen bei knapp 13 Milliarden Euro und verzeichneten in den vergangenen sechs Jahren ein starkes Wachstum.
  • Italienische Haushalte gaben im Jahr 2025 insgesamt 43 Milliarden Euro für Obst und Gemüse aus, während das Bio-Segment weiterhin rasant expandiert.

Der Sektor setzt zunehmend auf Digitalisierung und Technologien der „Agriculture 5.0“, um den Einsatz von Wasser, Energie und Düngemitteln zu reduzieren. Zudem eröffnen neue genomische Verfahren Möglichkeiten für widerstandsfähigere und besser an das Klima angepasste Kulturpflanzen.

Trotz dieser positiven Entwicklung steht die Branche vor erheblichen Herausforderungen: Dazu zählen geopolitische Unsicherheiten, ein Arbeitskräftemangel von rund 120.000 Personen sowie die Sorge, dass die staatliche Unterstützung der wirtschaftlichen Bedeutung des Sektors nicht angemessen Rechnung trägt. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten, wie etwa der Anbau tropischer Früchte in Süditalien.

Veröffentlichungsdatum: 04.06.2026

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