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BelOrta verzeichnet 10% mehr Umsatz als im Frühjahr des Vorjahres

03. Juni 2026

Die Obst- und Gemüseauktionsgenossenschaft BelOrta hat bislang 10 % mehr Umsatz erwirtschaftet als in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Der Geschäftsführer, Philippe Appeltans, führt dies einerseits auf eine gesteigerte Produktion durch das sonnige Frühlingswetter zurück. Andererseits herrsche bei bestimmten Produkten eindeutig ein Nachfragemarkt, was zu vorteilhaften Preisen führe, berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).

Belorta
Bildquelle: BelOrta

BelOrta schloss das vergangene Jahr mit einem Produktumsatz von 631 Millionen EUR ab, ein Rückgang um 5 %. Damit endete eine Phase mehrerer aufeinanderfolgender Jahre des Umsatzwachstums, die in dem Rekordjahr 2024 ihren absoluten Höhepunkt erreicht hatte. 

Die Genossenschaft scheint jedoch auf dem besten Weg zu sein, ihre Wachstumskurve wieder fortzusetzen. Bislang liegt der Umsatz um 10 % über dem des Vorjahreszeitraums, wie Geschäftsführer Appeltans erklärte.

Er führt dies auf die guten Preise für einige Produkte zurück. So entwickeln sich beispielsweise Obst und Gemüse wie Tomaten und Gurken sehr positiv. Dies lässt sich unter anderem durch das geringere Angebot aus Südeuropa erklären, wo die Erzeuger/innen vor einigen Monaten von Regen und Überschwemmungen betroffen waren. 

„Infolgedessen war das Angebot aus diesen Ländern geringer, als unsere Erzeuger/innen mit der Produktion begannen“, so Appeltans. Er merkt an, dass die Preissteigerungen angesichts der steigenden Kosten für Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Personal sehr willkommen seien.

Gestiegenes Angebot dank sonnigem Wetter

Andererseits verzeichnet BelOrta auch ein größeres Angebot. Aufgrund des sonnigen Frühlingswetters fällt die Produktion im Vergleich zum Vorjahr höher aus. Dies bestätigt auch Koen van Hauteghem von dem Bio-Gewächshausbetrieb Vitaetom aus Zwijndrecht. 

„Wir haben dieses Jahr zwei Wochen später gepflanzt, sehen aber dennoch bereits eine höhere Produktion als im letzten Jahr.“

Während viel konventionelles Obst und Gemüse gute Preise erzielt, gilt dies für Bio-Gemüse in geringerem Maße. „Es gelingt mir zwar, die Ernte zu verkaufen, doch man merkt, dass die Dinge etwas langsamer vorangehen. Dies könnte an der geopolitischen Unsicherheit liegen, die das Verbrauchervertrauen untergräbt und das Interesse an Bio-Gemüse schmälert.“

Einiges Obst und Gemüse hat zu kämpfen

Die Tatsache, dass höhere Preise für vieles Obst und Gemüse bei BelOrta zu höheren Umsätzen führen, bedeutet jedoch nicht, dass alle Erzeuger Grund zum Feiern haben. 

So bleiben die Preise in dem Chicorée-Anbau beispielsweise weiter unbefriedigend. Auch bei Freilandgemüse, einschließlich Lauch, ist ein Preisrückgang zu verzeichnen.

Appeltans sagt weiter, dass auch die Steinobstsaison bislang weniger erfolgreich verlaufen ist. „Eine europäische Überproduktion belastet eindeutig den Apfelabsatz und bei Birnen beobachten wir zwar, dass qualitativ hochwertige Früchte gute Preise erzielen, der Durchschnittspreis jedoch deutlich unter dem des Vorjahres liegt.“

Erdbeeren, die zu Beginn des Jahres noch ordentliche Preise erzielten, hatten in der vergangenen Woche wetterbedingt mit Schwierigkeiten zu kämpfen. 

„Aufgrund des sonnigen Wetters ist die Produktion stark angestiegen, sodass derzeit ein sehr großes Angebot besteht“, sagt Hans Vanderhallen, Geschäftsführer der Coöperatie Hoogstraten. 

Ihm zufolge besteht jedoch kein Grund zur Panik: „Sollte sich das Wetter bald ändern und die Produktion zurückgehen, können die Preise schnell wieder anziehen.“

Hans Vanderhallen nahm kürzlich an der offiziellen Eröffnung der neuen Auktionshalle von BelOrta teil. BelOrta, Hoogstraten und REO haben gemeinsam in eine neue Auktionssoftware investiert, die das technische Fundament der neuen Verkaufshalle in Sint-Katelijne-Waver bildet.

Diese neue Auktionshalle soll dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für den Absatz zu verbessern. Vanderhallen weist darauf hin, dass Hoogstraten aus diesem Grund ebenfalls eine Renovierung seiner Auktionshalle plant. „Wir wollen Ende dieses Jahres damit beginnen.“


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 03.06.2026

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