Spanien/Kartoffeln: Mehr Anbaufläche und Importe, gleiche Produktion, weniger Exporte
Am vergangenen Samstag wurde der Internationale Kartoffeltag gefeiert. In Spanien hat sich die Anbaufläche in den letzten drei Jahren wieder erholt und erreichte im Jahr 2025 66.660 Hektar, während die Produktion stabil bei rund 1,95 Millionen Tonnen verbleibt.
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Gleichzeitig ist der Sektor zunehmend auf Importe angewiesen, die sich auf 1,27 Millionen Tonnen belaufen, hauptsächlich aus Frankreich.
Die Exporte lagen im Jahr 2025 bei 354.845 Tonnen, vor allem von neuen Kartoffeln, so Daten des Zoll- und Sondersteuervorlasses, berichtet FEPEX.
Die Anbaufläche für Kartoffeln in Spanien ist seit den 1990er Jahren deutlich zurückgegangen und hat sich in den letzten drei Jahren leicht erholt.
Im Jahr 1990 betrug die Fläche noch 271.281 Hektar, danach setzte ein kontinuierlicher Rückgang ein, der bis ins Jahr 2023 anhielt.
In diesem Zeitraum sank die Fläche von 59.219 Hektar im Jahr 2023 auf 60.947 Hektar im Jahr 2024 und schließlich auf 66.660 Hektar im Jahr 2025 – ein Zuwachs von 9 % im Vergleich zu 2024 und 12 % gegenüber 2023.
Was die Produktion betrifft, zeigt sich eine eher stabile Entwicklung: Im Jahr 2023 wurden 1.921.848 Tonnen erreicht, im Jahr 2024 stieg die Produktion um 2,6 % auf 1.971.171 Tonnen, und im Jahr 2025 lag sie bei 1.947.962 Tonnen – ein leichter Rückgang von 1,2 %.
Diese Zahlen spiegeln eine leichte Zunahme der Anbaufläche wider, die jedoch nicht vollständig in eine höhere Produktion umgesetzt wird. Laut FEPEX deutet das auf eine gewisse Volatilität bei den Erträgen hin.
Im Außenhandel ist Spanien Nettoimporteur von Kartoffeln, mit Überschüssen von über 1 Million Tonnen. Im Jahr 2025 sanken die Importe im Vergleich zu 2024 um 1,5 % auf insgesamt 1,27 Millionen Tonnen.
Dennoch verzeichnen die letzten drei Jahre (2023 bis 2025) ein Wachstum von 16 %, ausgehend von 1,09 Millionen Tonnen im Jahr 2023 auf 1,27 Millionen Tonnen im Jahr 2025.
Frankreich bleibt mit großem Abstand der wichtigste Lieferant auf dem spanischen Kartoffelmarkt. Im Jahr 2025 wurden von Frankreich 941.379 Tonnen importiert, verglichen mit 955.870 Tonnen im Jahr 2024 und 773.011 Tonnen im Jahr 2023.
Das entspricht einem Rückgang von 1,5 % im Jahr 2025 gegenüber 2024, während die Importe im Vergleich zu 2023 um 21,8 % gestiegen sind. Frankreich machte im Jahr 2025 73,7 % der gesamten Kartoffelimporte Spaniens aus.
Die Niederlande rangieren auf Platz zwei mit 82.717 Tonnen, was 6,5 % der Gesamteinfuhren entspricht.
Portugal belegt den dritten Platz und gewinnt als Lieferant für den spanischen Markt zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 2025 wurden aus Portugal 72.268 Tonnen importiert, verglichen mit 64.041 Tonnen im Jahr 2024 und 53.278 Tonnen im Jahr 2023. Das entspricht einem Anstieg von 13 % im Jahr 2025 gegenüber 2024 und einem Zuwachs von 36 % gegenüber 2023.
Unter den Drittländern sticht Ägypten durch sein jüngstes Wachstum hervor: Im Jahr 2025 wurden 38.998 Tonnen aus Ägypten importiert.
Die spanischen Kartoffel-Exporte erreichten im Jahr 2025 354.845 Tonnen, ein Rückgang um 11 % gegenüber 2024, als die Exporte bei 398.479 Tonnen lagen.
Dieser Rückgang durchbricht die positive Entwicklung der Vorjahre, denn 2023 wurden noch 393.094 Tonnen exportiert.
Portugal bleibt der wichtigste Abnehmer spanischer Kartoffeln, mit 152.268 Tonnen im Jahr 2025.
Frankreich liegt auf Platz zwei mit 77.253 Tonnen, gefolgt von Italien auf dem dritten Platz mit 42.269 Tonnen im Jahr 2025.
Bei der nächsten Ausgabe von FRUIT ATTRACTION werden Kartoffeln erneut eine zentrale Rolle spielen. Sie gelten als strategischer Sektor – wegen ihres Beitrags zur Ernährungssicherheit und zur Förderung einer gesunden Ernährung.
Die von IFEMA MADRID und FEPEX organisierte Messe findet vom 6. bis 8. Oktober zum 18. Mal statt.
Quelle: FEPEX
Veröffentlichungsdatum: 02.06.2026