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UPA: Große Einzelhändler wenden missbräuchliche Praktiken an, die den Obstabsatz in Spanien behindern

01. Juni 2026

Der spanische Verband der Kleinbauern und Viehzüchter (UPA) warnt davor, dass in den Regalen der Supermärkte in Spanien Versorgungsengpässe auftreten, die es am Nachmittag erschweren, Sommerobst zu finden, berichtet Hortoinfo.es


Bildquelle: Pixabay

Die Agrarorganisation UPA hat angeprangert, dass große Lebensmitteleinzelhändler „missbräuchliche und schädliche“ Praktiken anwenden, die den Obsterzeugern ernsthaften Schaden zufügen, dies teilte die Organisation in einer Erklärung mit.

Insbesondere warnt die Agrarorganisation davor, dass den ganzen Tag über Versorgungsengpässe registriert werden und es am Nachmittag für Millionen von Verbrauchern schwierig ist, Sommerobst wie Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen oder Kirschen zu finden.

„Dieser Mangel an Angebot führt zu einem erzwungenen Rückgang der Nachfrage, der üblicherweise zu künstlich niedrigen Preisen führt“, prangerte die UPA nach einem Treffen mit Vertretern des Landwirtschaftsministeriums an, bei dem der Beginn der Steinobstsaison analysiert wurde.

Bei dem Treffen betonte der Agrarreferent der UPA, Ignacio Huertas aus Extremadura, dass „gewaltige Gewinnspannen“ festgestellt worden seien, wobei Obst am Zielort zu hohen Preisen verkauft wird, was sich jedoch nicht auf der Erzeugerebene widerspiegele, wo die Einnahmen der Landwirte kaum die Produktionskosten decken.

„Wir stehen vor einer normalen Saison, ohne große Produktionsmengen auf europäischer Ebene und mit einem absehbaren Gleichgewicht zwischen Produktion und Verbrauch“, erklärte die Organisation, die im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg des Angebots auf nationaler Ebene erwartet, insbesondere bei Pfirsichen und Nektarinen.

Im Falle der Kirschen wurden jedoch sehr erhebliche Ernteverluste bei frühen Sorten und sogar bei mittelsaisonalen verzeichnet. 

Daher fordert die UPA das Landwirtschaftsministerium eindringlich auf, diese Kultur in die sturmbedingten Hilfsprogramme aufzunehmen; dabei verweist sie darauf, dass die Verluste allein in Extremadura auf 13,8 Millionen Kilogramm beziffert wurden, was einem Wert von fast 30 Millionen EUR in dieser Region entspricht.


Quelle: Hortoinfo.es

 

Veröffentlichungsdatum: 01.06.2026

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