Weltbienentag rückt gemeinsame Verantwortung für Bestäuberlebensräume in Fokus
Wie artenreiche Lebensräume für Wild und Honigbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber erhalten und gefördert werden können, stand anlässlich des Weltbienentags am 20. Mai im Mittelpunkt der Tagung "Es lebe die Vielfalt" in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich in Linz.

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Veranstaltet wurde sie vom Bienenzentrum Oberösterreich, dem Netzwerk Zukunftsraum Land und der Biene Österreich.
"Ob heimisches Obst, blühende Gärten oder unsere Kulturlandschaft - ohne Bienen und den unzähligen Bestäuberinsekten wäre all das nicht denkbar. Wie wir unsere Lebensräume heute gestalten, entscheidet über die biologische Vielfalt von morgen. Der Schutz und die Förderung von Bestäubern sind daher nicht nur eine Verantwortung, sondern eine gemeinsame Aufgabe von Landwirtschaft, Gemeinden und allen, die Flächen nutzen oder gestalten", betont Agrar Landesrätin Michaela Langer Weninger, Obfrau des Bienenzentrums Oberösterreich. Auch Konsumentinnen und Konsumenten seien gefordert: "Wer bewusst heimische und saisonale Produkte kauft, unterstützt eine vielfältige Landwirtschaft und schafft Anreize für bestäuberfreundliche Produktionsweisen."
Landwirtschaft als Schlüsselrolle für Biodiversität
Besonders hervorgehoben wurde die zentrale Rolle der Landwirtschaft beim Erhalt und Förderung der Biodiversität. Rund ein Drittel der Fläche Österreichs wird landwirtschaftlich genutzt - damit ist sie ein wichtiger Landschaftsgestalter des Landes.
Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung agrarpolitischer Instrumente: "Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und insbesondere das Österreichische Agrarumweltprogramm (ÖPUL) leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag.
Im Jahr 2025 wurden österreichweit rund 247.000 Hektar biodiversitätsrelevante Flächen - darunter Biodiversitätsflächen, Naturschutzflächen sowie nicht produktive Ackerflächen - bewirtschaftet und im Mehrfachantrag beantragt.
Das ergibt ein Plus von nahezu 100.000 Hektar im Vergleich zu 2022 bzw. zum ÖPUL 2015.
Allein auf dem Acker umfassen diese Flächen etwa 109.000 Hektar und stellen damit - nach Weizen und Mais - die flächenmäßig drittgrößte 'Ackerkultur' dar", informiert Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.
Quelle: AIZ.info
Veröffentlichungsdatum: 21.05.2026