Unwetter und Nahostkonflikt: Hapag-Lloyd mit unbefriedigendem Q1-Ergebnis
Hapag-Lloyd hat das erste Quartal 2026 mit einem Konzern-EBITDA von 494 Millionen US-Dollar (422 Millionen Euro) abgeschlossen. Im selben Zeitraum verringerte sich das Konzern-EBIT auf -157 Millionen US-Dollar (-134 Millionen Euro) und das Konzernergebnis auf -256 Millionen US-Dollar (-219 Millionen Euro).
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Foto © Hapag Lloyd
- Konzernergebnis in Q1 2026 deutlich unter Vorjahresquartal
- Prognose 2026 unverändert: rückläufige Ergebnisse in schwierigem Marktumfeld erwartet
- Strategie 2030 und konsequentes Kostenmanagement bleiben im Fokus
Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurden die Ergebnisse durch niedrigere Frachtraten sowie operative Beeinträchtigungen infolge von Unwettern und der Blockade der Straße von Hormus belastet.
Im Segment Linienschifffahrt ging der Umsatz auf 4,8 Milliarden US-Dollar (4,1 Milliarden Euro) zurück, insbesondere aufgrund der niedrigeren durchschnittlichen Frachtrate von 1.330 USD/TEU (Q1 2025: 1.471 USD/TEU).
Die Transportmenge lag mit 3,2 Millionen TEU nahezu auf Niveau des Vorjahresquartals – trotz schlechter Wetterbedingungen in Europa und Nordamerika, die zu anhaltenden Beeinträchtigungen im Terminalbetrieb und in den Lieferketten führten.
Darüber hinaus führte die Blockade der Straße von Hormus zu Störungen in den Ladungsströmen.
Das EBITDA ging auf 447 Millionen US-Dollar (382 Millionen Euro) zurück, während sich das EBIT auf -174 Millionen US-Dollar (-149 Millionen Euro) verringerte.
Im Segment Terminal & Infrastruktur stieg der Umsatz im ersten Quartal 2026 aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung des Containergeschäfts von J M Baxi sowie des starken Mengenwachstums in Lateinamerika und Indien auf 168 Millionen US-Dollar (144 Millionen Euro).
Das EBITDA erhöhte sich auf 47 Millionen US-Dollar (40 Millionen Euro) und das EBIT auf 18 Millionen US-Dollar (15 Millionen Euro).
„Mit dem Verlauf des ersten Quartals können wir nicht zufrieden sein, denn wetterbedingte Störungen der Lieferketten und der Druck auf die Frachtraten führten zu einem deutlichen Ergebnisrückgang. Gleichzeitig hat unser Gemini-Netzwerk unter schwierigen Bedingungen seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt und uns dabei geholfen, unseren Kunden zuverlässige Dienste anzubieten“, sagt Rolf Habben Jansen, CEO der Hapag-Lloyd AG.
„Wir werden uns konsequent auf unsere Strategie 2030 und die nächsten Meilensteine für den erfolgreichen Abschluss unseres Merger Agreements mit ZIM fokussieren und angesichts des volatilen Marktumfelds an einem strikten Kostenmanagement festhalten“, so Rolf Habben Jansen.
Für das Jahr 2026 erwartet der Vorstand unverändert ein Konzern-EBITDA in einer Bandbreite von 1,1 bis 3,1 Milliarden US-Dollar (0,9 bis 2,6 Milliarden Euro) sowie ein Konzern-EBIT in einer Bandbreite von -1,5 bis 0,5 Milliarden US-Dollar (-1,3 bis 0,4 Milliarden Euro).
Diese Prognose bleibt aufgrund der sehr volatilen Entwicklung der Frachtraten und des Konflikts im Nahen Osten mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.
Quelle: Hapag Lloyd
Veröffentlichungsdatum: 18.05.2026