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ifo Konjunkturumfrage April: Jedes zwölfte Unternehmen sieht wirtschaftliche Existenz bedroht

12. Mai 2026

8,1% der Unternehmen in Deutschland sehen den eigenen Fortbestand gefährdet. Das ergab die ifo Konjunkturumfrage im April. „Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. 

„Die Insolvenzzahlen dürften vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheit in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau bleiben.“

Besonders kritisch ist die Lage im Einzelhandel: 17,4% der Unternehmen sehen sich dort existenziell bedroht – ein neuer Höchststand. 

Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher ist das beherrschende Thema. Zusätzlich belasten der wachsende Online-Handel und Billiganbieter aus dem Ausland die Geschäfte. I

nsgesamt fürchten 11,6% aller Handelsunternehmen (Groß- und Einzelhandel), dass sie ihr Geschäft aufgeben müssen.

Branchenübergreifend belasten drei Probleme die Unternehmen: fehlende Aufträge und schwache Nachfrage; steigende Betriebs- und Energiekosten; sowie eine zunehmend belastende Bürokratie. 

Viele Betriebe berichten auch deshalb von zunehmenden Liquiditätsengpässen, weil deren Kunden sparen oder insolvent werden. 

„Die Krise überträgt sich entlang der Lieferketten“, so Wohlrabe. „Wenn Kunden wegbrechen oder Aufträge stornieren, trifft das die Zulieferer und Dienstleister mit voller Wucht.“

Bei den Dienstleistern sehen sich 7,6% der Unternehmen in ihrer Existenz bedroht. In den Bereichen Beherbergung und Gastronomie liegt der Wert bei fast 20%. Auch in der Werbung und Marktforschung ist der Anteil mit 14,3% überdurchschnittlich hoch.

 

Quelle: ifo Institut

Veröffentlichungsdatum: 12.05.2026

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