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7. Frühkartoffel-Kongress von Spanien befasst sich mit Produktions-, Handels- und Konsumherausforderungen

07. Mai 2026

Der 7. Frühkartoffel-Kongress von Spanien (Congreso de la Patata Nueva de España) findet am Donnerstag, den 7. Mai, in La Rinconada, Sevilla, statt. 

Dort werden die wichtigsten Herausforderungen des Sektors analysiert, darunter sinkender Konsum und internationaler Wettbewerb, wie der Verband der Verbände FEPEX mitteilt.


Bildquelle: Pixabay

2025 erreichte die Kartoffelproduktion 1,9 Millionen Tonnen auf einer Anbaufläche von 66.660 ha. Die Importe beliefen sich auf 1,2 Millionen Tonnen, die Exporte auf 354.843 Tonnen. 

Der von der Vereinigung Asociafruit und FEPEX organisierte Kongress bringt Erzeuger, Techniker, Regierungsvertreter und Händler unter dem Motto „Nachhaltigkeit, Herkunft und Markt“ zusammen. 

Themen, die die Kartoffelproduktion maßgeblich beeinflussen, wie etwa Beschränkungen beim Einsatz von Pestiziden und Vermarktungsherausforderungen wie internationaler Wettbewerb, insbesondere aus Drittländern wie Ägypten, werden besprochen. 

Der Kongress analysiert außerdem den Konsum und dessen Rückgang in den Haushalten. 

Frühkartoffeln sind in Andalusien ein bedeutendes Anbauprodukt. Auf fast 10.000 Hektar, vorwiegend in Sevilla, werden sie angebaut, wobei der Export nach Europa im Vordergrund steht. 

Dieses hochwertige Produkt wird frisch und unbehandelt verkauft. Laut Angaben des Landwirtschaftsministeriums werden in der Provinz Sevilla rund 5.200 Hektar mit Kartoffeln bewirtschaftet. 

Auch in Cádiz, Huelva, Málaga und Córdoba werden Kartoffeln angebaut, sodass die Anbaufläche in Andalusien insgesamt 9.750 Hektar beträgt. 

Zusammen mit Murcia ist diese Region Spaniens wichtigstes Kartoffelanbaugebiet und produziert als erste jährlich genügend Kartoffeln, um sowohl den nationalen als auch den europäischen Markt zu beliefern. 

Die spanischen Kartoffelexporte konzentrieren sich auf Frühkartoffeln und beliefen sich 2025 auf 354.843 Tonnen. 

Neben Frühkartoffeln werden auch Kartoffeln importiert, die den Inlandsmarkt im Winter versorgen und hauptsächlich aus Frankreich stammen. 

Spanien ist Nettoimporteur von Kartoffeln mit Importen von über 1,2 Millionen Tonnen. Dies zeigt einen steigenden Trend und eine hohe Konzentration innerhalb der EU. 

Frankreich ist mit Abstand der wichtigste Lieferant und erreichte gemäß Zolldaten, die FEPEX verwendet hat, im Jahr 2025 eine Menge von 941.379 Tonnen.

In den letzten Jahren war das Wachstum der Importe aus Drittländern wie Ägypten bemerkenswert, das 2025 38.998 Tonnen importierte.

In Bezug auf Fläche und Produktion hat der Sektor in Spanien einen starken historischen Rückgang erlebt, wobei die Anbaufläche seit 1990 um mehr als 70 % kleiner geworden ist. 

In den letzten Jahren hat sich die Lage jedoch leicht verbessert, wobei die Anbaufläche von 59.219 Hektar 2023 auf 60.947 Hektar 2024 zulegte und 2025 66.660 Hektar erreichte. Die Produktion blieb mit 1.947.962 Tonnen 2025 stabil.


Quelle: FEPEX

 

Veröffentlichungsdatum: 07.05.2026

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