Österreich: Ausreichendes Angebot, solide Nachfrage und zunehmender Qualitätsabbau im Lager
Die Lage am österreichischen Speisekartoffelmarkt bleibt unverändert. Allerdings wird mit fortschreitender Lagerdauer von zunehmendem Qualitätsabbau in Form von Lagerdruckstellen berichtet.
Das Angebot an guter Speiseware wird dadurch kleiner, die verfügbaren Mengen sind für die laufende Saison jedoch noch immer mehr als ausreichend, berichtet das Agrarische Informationszentrum (AIZ).
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Auf der Nachfrageseite läuft der Absatz im LEH stetig auf gutem Niveau. Exporte werden wegen fehlender Absatzmöglichkeiten kaum getätigt.
Preislich dürfte sich bis zum Saisonende nichts mehr ändern. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich nun langsam auf den Start der Frühkartoffelsaison.
Die Kartoffelbestände entwickelten sich aufgrund der frühsommerlichen Temperaturen in den letzten beiden Wochen recht gut.
In der letzten Maiwoche dürften aus dem Burgenland und der Steiermark schon die ersten Heurigen für den LEH zur Verfügung stehen.
Auch auf dem deutschen Speisekartoffelmarkt gab es in der vergangenen Woche kaum Änderungen. Die Erzeugerpreise verharren auf dem bisherigen Niveau und das Angebot an Lagerware bleibt unverändert reichlich.
Eine zeitweise lebhaftere Nachfrage rund um den Feiertag konnte den bestehenden Angebotsüberhang nicht spürbar abbauen.
Ergänzend nimmt das Angebot an importierten Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum im LEH und bei den Discountern stetig zu.
Diese liegen preislich mit knapp 70 €/100 kg im Großhandel weit über der Lagerware, für die weiterhin offiziell meist 12 bis 14 €/100 kg bezahlt wird.
Für Exportgeschäfte oder Sonderaktionen im LEH werden auch deutlich tiefere Preise genannt.
Quelle: AIZ.info
Veröffentlichungsdatum: 06.05.2026