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Bio-Produktion in Almería als resilientes und wachsendes Agrarmodell gestärkt

06. Mai 2026

Die biologische Landwirtschaft hat sich von einem Nischentrend zu einer strategischen Säule des Agrarsektors in der Provinz Almería, in Spanien, entwickelt. 


Bildquelle: Pixabay

Die Provinz verfügt über mehr als 82.700 Hektar biologisch bewirtschaftete Fläche, darunter über 4.750 Hektar Gewächshausanbau und über 37.000 Hektar Bio-Mandelplantagen, so berichtet Hortoinfo. Zusammen mit Granada decken diese Gebiete 95 % von Andalusiens Bio-Produktion ab. 

Dieses Produktionsmodell etabliert sich als Alternative, die dank geringerer Abhängigkeit von externen Betriebsmitteln und höherer Anpassungsfähigkeit an Klima- und Marktkrisen ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Rentabilität verbindet. 

Um zentrale Themen eingehender zu erörtern, trifft sich der Agrarsektor am Dienstag, den 5. Mai, zu einem Fachseminar in dem IFAPA-Zentrum, in La Mojonera. 

Die Fachkonferenz bringt Experten und Erzeuger zusammen und konzentriert sich auf zwei entscheidende Elemente für die Zukunft der Landwirtschaft: Bodengesundheit und die Förderung der Biodiversität.
 
Experten und Forscher werden zentrale Zukunftsfragen des Sektors erörtern, die Landwirte vor große Herausforderungen stellen und gleichzeitig Hoffnungsschimmer angesichts drängender Probleme wie Schädlingsbefall in der konventionellen Landwirtschaft oder des Klimawandels bieten.

Almería bekräftigt seine Position als das Epizentrum der ökologischen Produktion in Andalusien, wobei es ein Agrarmodell festigt, das sich nicht nur durch seine Exportmenge, sondern auch durch seine wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit auszeichnet. 

In einem Umfeld volatiler Inputpreise erweist sich die biologische Landwirtschaft als strategischer Ausweg für lokale Erzeuger, indem sie die Abhängigkeit von externen Betriebsmitteln beseitigt, insbesondere bei synthetischen Düngemitteln, womit sich die Kostenstruktur optimiert und die Rentabilität der landwirtschaftlichen Betriebe verbessert.

Laut der neuesten offiziellen Daten ist die Provinz führend in dem Bereich des geschützten Anbaus von Gartenbaukulturen in der Region, während sich bei dem Anbau von Bio-Mandelbäumen hier zusammen mit Granada 95 % der regionalen Anbaufläche konzentriert. 

Die Anbaufläche in der Provinz beträgt 37.782 ha, was 6 % der gesamten Mandelbaum-Anbaufläche entspricht.

Im Hinblick auf die Gewächshausgartenbauproduktion sind für die Saison 2024/25 folgende Zahlen hervorzuheben: 

Tomaten: Sie sind unangefochtener Marktführer und machen 30 % der vermarkteten Menge und 35 % des wirtschaftlichen Werts aus der wichtigsten Bio-Gartenbauprodukte in Andalusien aus.

Gurken: Die Sorte Almería macht 24 % der gesamten Bio-Gewächshausmenge und 21 % ihres Wertes aus, wobei sich die Vermarktung von September bis Juli erstreckt.

Paprika und Zucchini: Beide Kulturen werden fast ausschließlich in Almería angebaut und halten bedeutende Marktanteile sowohl hinsichtlich der Menge als auch des Wertes. 

Wassermelonen: Sie stehen der Menge nach an dritter Stelle, wobei die gestreifte Mini-Sorte am häufigsten in dem Bio-Sektor vorkommt.


Quelle: Hortoinfo.es 

 

Veröffentlichungsdatum: 06.05.2026

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