Bundestag: Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade thematisiert
Die Bundesregierung erwartet eine weitere Ausbreitung der Schilf-Glasflügelzikade. Das geht aus der Antwort (21/5464) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/5216) hervor.

Kartoffeln sind als wirtschaftlich relevante Kultur der Schilf-Glasflügelzikade betroffen. (Bildquelle: Pixabay)
Aktuell, heißt es in der Regierungsantwort, „gelten das östliche Niedersachsen und das Rheinland als Gebiete, die in den letzten zwei Jahren erste Fänge der Schilf-Glasflügelzikade verzeichnet haben und daher besonders beobachtet werden.“
Es lasse sich nicht belastbar vorhersagen, ob und wann bislang befallsfreie Gebiete ebenfalls betroffen sein werden.
Die Schilf-Glasflügelzikade überträgt den Angaben zufolge beim Saugen bakterielle Erreger.
Nach aktuellem Stand seien insbesondere Kartoffel und Zuckerrübe als wirtschaftlich relevante Kulturen betroffen. Für Gartenbaukulturen sei die Liste der betroffenen Kulturen nicht abschließend geklärt.
Nach Einschätzung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hätte zum jetzigen Kenntnis- und Entwicklungsstand eine anhaltend hohe Populationsdichte der Schilf-Glasflügelzikade für Betriebe in Regionen mit starkem Befall Folgen für die Anbauwürdigkeit der betroffenen Kulturen.
„Die wirtschaftlichen Verluste hängen von den unterschiedlichen strukturellen Voraussetzungen in den Anbaugebieten ab. Der Bundesregierung liegen keine Daten für einzelne Kulturen und Bundesländer vor.“
Weitere Informationen.
Quelle: Deutscher Bundestag, Parlamentsnachrichten
Veröffentlichungsdatum: 28.04.2026