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Belgien: Niederländische Erzeuger profitieren von Hilfsmaßnahmen für Energiekosten – wird Flandern folgen?

23. April 2026

Im Rahmen eines Energienotfallpakets im Umfang von rund 1 Milliarde EUR stellt die niederländische Regierung 25 Millionen EUR bereit, um den Agrarsektor widerstandsfähiger gegen künftige Preisschocks zu machen, so berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).

Auch in der belgischen Bundesregierung und der flämischen Regierung werden Energiemaßnahmen diskutiert, es ist jedoch unklar, ob der Agrarsektor dabei berücksichtigt wird. 

Die niederländische Regierung hat ein Notfallpaket aufgelegt, um die Auswirkungen der durch den Iran-Krieg verursachten steigenden Energiekosten abzumildern. Der Schwerpunkt dieser Maßnahmen liegt nicht auf direkten Entschädigungen, sondern auf der Stärkung der Resilienz der Gesellschaft durch eine bessere Wärmedämmung von Wohnhäusern. 

Dieser Trend zeigt sich auch in der Unterstützung für die Landwirtschaft in Höhe von 25 Millionen EUR. 
Obwohl der Bauernverband LTO eine Befreiung von der Verbrauchssteuer für landwirtschaftliche und gartenbauliche Betriebe gefordert hatte, sind die Maßnahmen der Regierung eher langfristig ausgerichtet. 

Die Mittel sollen die Abhängigkeit des Agrar- und Gartenbausektors von Energie und Düngemitteln verringern. Das Kabinett prüft derzeit, wie dies im Rahmen bestehender Programme am besten erreicht werden kann.

Die LTO reagiert mit gemischten Gefühlen. 

„Langfristig ist dies ein Schritt in die richtige Richtung, kurzfristig bietet er den Erzeugern jedoch keinerlei Unterstützung oder Entschädigung. Wir werden in Kürze Gespräche mit dem Kabinett aufnehmen, um Möglichkeiten zur Unterstützung von Landwirten und Gartenbaubetrieben während der laufenden Anbausaison zu erörtern.“

Auch in Belgien liegt ein solches Paket vor und es finden derzeit Verhandlungen auf Bundesebene statt. Es wird jedoch immer wieder darauf hingewiesen, dass die Staatskasse leer ist. 

Die flämische Regierung erwägt ebenfalls Maßnahmen. „Energiemaßnahmen werden am Freitag besprochen; wir können sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorwegnehmen“, so das Kabinett von Landwirtschaftsminister Brouns (CD&V).


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 23.04.2026

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