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Haushaltsausschuss des EU-Parlaments fordert zusätzliche 139 Milliarden EUR für Landwirtschaft

21. April 2026

Der Haushaltsausschuss des EU-Parlaments möchte, dass die EU den Agrarhaushalt (GAP) um 139 Milliarden EUR auf 433 Milliarden EUR erhöht. 


Bildquelle: Pixabay

Dieser Agrarbudget soll zudem geschützt werden und nicht, wie zuvor vorgeschlagen, in einen größeren Topf fließen, der mit anderen Bereichen geteilt wird, berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).

Auf diese Weise wird dem Entwurf nach das Ziel verfolgt, „einen angemessenen Lebensstandard für Landwirte und Fischer zu gewährleisten“. Für alle Bereiche sollen in dem Zeitraum 2028-2034 zusätzliche 10 % Budget bereitgestellt werden.

Die Mitglieder des Haushaltsausschusses unterstützten am vergangenen Mittwoch den Bericht des rumänischen konservativen Politikers Siegfried Murešan (EVP) und der portugiesischen Sozialistin Carla Tavares (S&D) mit 26 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen. 

Konkret fordern die Abgeordneten, dass das europäische Mehrjahresbudget für den Zeitraum 2028-2034 1,27 % des Bruttonationaleinkommens der 27 Mitgliedstaaten betragen soll. Unter Berücksichtigung der Inflation entspricht dies finanziellen Verpflichtungen von rund 2 Billionen EUR über den gesamten Zeitraum.

Der Haushaltsausschuss lehnt 20% Einsparungen ab

Der Vorschlag für das nächste GAP-Budget von 433 Milliarden EUR ist in aktuellen Preisen angegeben und berücksichtigt somit die Inflation. Zu konstanten Preisen hätte diese Finanzierung im Jahr 2025 einen Wert von 385,12 Milliarden EUR.

Für Landwirte ist dieser Vorschlag des Haushaltsausschusses ein Lichtblick. Schließlich sahen die ersten Vorschläge für die nächste GAP, die die Europäische Kommission im vergangenen Sommer veröffentlichte, eine Kürzung des Budgets um 20 % vor. Der Haushaltsausschuss lehnt dies in seinem Gegenvorschlag ab.

Der Europäische Rechnungshof warnt, dass die GAP-Reform die Unsicherheit erhöhen könnte.

Der Haushaltsausschuss steht mit dieser Warnung nicht allein. Anfang des Jahres warnte der Europäische Rechnungshof, dass die zuvor prognostizierten Einsparungen bei der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP) die Unsicherheit für Landwirte weiter erhöhen würden. 

Der Europäische Haushaltsausschuss erklärt, der erhöhten Finanzmittelbetrag sei notwendig, um Ernährungssicherheit und -souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und einen angemessenen Lebensstandard für Landwirte zu gewährleisten und ihnen den Umstieg auf nachhaltigere Anbaumethoden zu ermöglichen.


Quelle: Vilt.be, Europäisches Parlament

 

Veröffentlichungsdatum: 21.04.2026

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