„ORTH treibt eine KI-Revolution im Mangobau voran“
Eine neue Plattform für künstliche Intelligenz namens ORTH erobert den Agrarsektor mit dem Ziel, die Produktivität und die Entscheidungsfindung in Mangobetrieben zu verbessern. Das von der Firma Aydi entwickelte Tool präsentiert sich als digitaler Assistent für Erzeuger, Techniker und Agrarmanager weltweit.

Foto © Aydi / Francisco Seva Rivadulla
Das Projekt entstand, wie Roberto Oti Pérez, Leiter der Abteilung für Entwicklung in Lateinamerika des Unternehmens, erklärt, aus der eigenen Erfahrung im Agrarsektor, berichtet Francisco Seva Rivadulla, internationaler Agrar- und Lebensmitteljournalist.
„Wir stammen aus Erzeugerfamilien, was es uns ermöglicht hat, die tatsächlichen Herausforderungen auf dem Feld von innen heraus zu verstehen“, betont er.
Kritische Entscheidungen auf dem Feld
Das Unternehmen betont, dass agronomische Entscheidungen einen direkten Einfluss auf die Rentabilität der Betriebe haben.
„Eine falsche Entscheidung kann zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen“, warnt Oti Pérez.
Nach Angaben des Unternehmens gehen weltweit jedes Jahr mehr als 600 Milliarden Dollar durch Ineffizienzen in der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung verloren, die zum großen Teil auf einen Mangel an technischen Ressourcen und Koordination vor Ort zurückzuführen sind.
Künstliche Intelligenz in der Agrarwissenschaft
ORTH integriert Daten zu Boden, Klima, Satellitenbildern, Behandlungen und Anbaugeschichte, um Diagnosen und Empfehlungen in Echtzeit zu generieren.
„Mit ORTH erhalten Unternehmen sofort Zugang zu agronomischem Fachwissen auf höchstem Niveau“, erklärt der Geschäftsführer.
Die Plattform analysiert Bilder, interpretiert Situationen auf dem Feld und vereinheitlicht technische Kriterien zwischen den Arbeitsteams.
Ein digitaler Assistent für den Landwirt
Das Tool versteht sich als ständiger virtueller Assistent. „Es ist wie Siri oder Alexa für den Feldbetrieb“, fasst Oti Pérez zusammen.
Es ermöglicht es, Fragen zu klären, Probleme zu diagnostizieren und Empfehlungen über das Mobiltelefon zu erhalten, was den Einsatz in jeder landwirtschaftlichen Umgebung erleichtert.
Auswirkungen auf Produktivität und Kosten
Nach Angaben des Unternehmens zeigt die Einführung von ORTH bereits messbare Auswirkungen auf die Effizienz der Betriebe:
- Verbesserung der betrieblichen Effizienz um 20 % bis 40 %
- Zeitersparnis von 2 bis 4 Stunden pro Woche und Mitarbeiter
- Reduzierung des Einsatzes von Betriebsmitteln um 10 % bis 15 %
- Geringere Abhängigkeit von externen Beratern (bis zu 50 %)
In Großbetrieben kann der Return on Investment 200.000 Dollar pro Jahr übersteigen.
Globale Expansion
Seit seiner Einführung im September 2025 wurde ORTH in 149 Ländern mehr als 100.000 Mal heruntergeladen und hat seine Präsenz in Lateinamerika, Europa und den Vereinigten Staaten gefestigt.
Mexiko, Kolumbien und Peru führen die Akzeptanz an, gefolgt von Spanien, Ecuador, Chile, Argentinien, der Dominikanischen Republik und den Vereinigten Staaten.
Technologie für den Mangonanbau
Im Fall der Mango ermöglicht ORTH die Früherkennung von Schädlingen und Krankheiten sowie die Optimierung des Einsatzes von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln.
„So kann man handeln, bevor sich das Problem ausbreitet“, betont Oti Pérez.
Die Plattform zielt zudem darauf ab, die Koordination zwischen technischen Teams und Führungskräften durch zentralisierte Echtzeitinformationen zu verbessern.

„Ein Sektor im Wandel“
„ORTH wird bereits von Produzenten unterschiedlicher Größe genutzt, von Familienbetrieben bis hin zu großen Agrarunternehmen.“ Das Ziel des Unternehmens ist es, die Entscheidungsfindung vor Ort zu professionalisieren und die Effizienz des Mangobaus weltweit zu steigern.
Veröffentlichungsdatum: 20.04.2026