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Abschließende Online-Veranstaltung mit FAO/EBRD: Macht Marokko bei der O&G-Exportdiversifizierung Fortschritte?

15. April 2026

Marokko hat sich in den letzten Jahren einen guten Ruf als Lieferant von hochwertigem Obst und Gemüse aus nachhaltigem Anbau erworben. Die Exporte von Frisch- und Tiefkühlprodukten haben sich seit 2015 verdreifacht und 2024 einen Rekord von 3,6 Milliarden USD erreicht. 

Marokkanische Beeren, Easypeeler (wie Mandarinen), Avocados, Tomaten, Paprikas und andere Produkte sind mittlerweile weltweit zu haben, so berichtet EastFruit.com.

Das Land hat zudem jüngst sein internationales Ansehen durch die Einführung des Morocco Sustain Food Standard, eines neuen nationalen Nachhaltigkeitsstandards, gestärkt. 

Dies festigt seine Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt seinen Aufstieg in globalen Marktsegmenten mit hohem Wertschöpfungspotenzial, so EastFruit.

Doch wie gefährdet ist Marokkos Exportwachstum in den kommenden Jahren? Da sich über 80 % der Lieferungen auf die EU konzentrieren und der Sektor mit zunehmenden Klimaschocks und Wasserknappheit konfrontiert ist, war die Herausforderung der Diversifizierung und Resilienz noch nie so groß. 

Wird Marokkos Agrarsektor weiterhin florieren oder könnte die heutige Dynamik unter dem Druck neuer Entwicklungen nachlassen?

Das Projektteam der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO) und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) arbeitet seit über 2 Jahren eng mit marokkanischen Verbänden und privaten Unternehmen zusammen und hat erfolgreiche Handelsmissionen in neue Märkte für marokkanisches Obst und Gemüse organisiert. 

Das Team ist nun bereit, seine Erkenntnisse und Empfehlungen für die nächsten Schritte zu präsentieren. 

Sich allein auf vergangene Erfolge zu verlassen, ist riskant: Der Wettbewerb verschärft sich, die Gewinnspannen sinken und die Marktzugangsregeln entwickeln sich weiter. 

Um dem entgegenzuwirken, wird das Team den Globalen Vulnerabilitätsindex vorstellen – die erste umfassende Analyse, die aufzeigt, wie diversifiziert die Exportportfolios führender Obst- und Gemüselieferanten tatsächlich sind. 

Dieser neue Richtwert wird Marokkos Position im Vergleich zu Spanien, Ägypten, Peru und anderen wichtigen Wettbewerbern bewerten und sowohl Stärken als auch Schwächen der aktuellen marokkanischen Exportstrategie aufzeigen. 

Die Veranstaltung wird außerdem die Ergebnisse der kürzlich stattgefundenen Exportdelegationen nach Usbekistan, Polen, Singapur und Malaysia (2024-2025) präsentieren, die Marokkos führende Exporteure mit Importeuren vernetzten und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffneten.
 
Die Abschlusskonferenz findet am 27. April, um 11:00 Uhr vormittags, online via Zoom statt. 


Quelle: EastFruit.com

 

 

Veröffentlichungsdatum: 15.04.2026

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