ASAJA Murcia beklagt „unfairen Wettbewerb“ und fordert stärkere EU-Kontrollen
Die spanische Landwirtschaftsorganisation ASAJA Murcia hat öffentlich die Situation des „unfairen Wettbewerbs“ angeprangert, die ihrer Ansicht nach durch Importe aus Ägypten auf dem europäischen Frucht- und Gemüsemarkt ausgeübt wird.
Dies beeinträchtigt direkt die Rentabilität und die Existenzgrundlage landwirtschaftlicher Betriebe im Südosten Spaniens, berichtet RevistaMercados.com.

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Die Organisation argumentiert, dass spanische und europäische Produzenten deutlich strengeren Anforderungen genügen müssten als einige Drittländer, die ihre Produkte in der EU verkaufen.
Sie wirft der EU vor, dass diese regulatorische Diskrepanz die europäische Landwirtschaft klar benachteilige und viele Landwirte vom Markt vertreibe.
Der Generalsekretär von ASAJA Murcia, Alfonso Gálvez Caravaca, warnte, dass die Situation für die spanischen Produzenten bereits „nicht mehr tragbar“ sei.
Seiner Meinung nach sei es unmöglich, von den nationalen Landwirten die Einhaltung äußerst strenger Standards zu verlangen, während gleichzeitig die Einfuhr von Produkten erlaubt werde, die keinen fairen Wettbewerb gewährleisten.
ASAJA Murcia fordert, dass die EU unverzüglich handelt, um diese Situation zu beheben. Der Präsident der Organisation, Juan de Dios Hernández, hält es für notwendig, die Grenzkontrollmechanismen zu verstärken und bei Bedarf Zölle oder andere Korrekturmaßnahmen anzuwenden, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.
Die Organisation fordert die EU-Institutionen auf, die Einfuhrkontrollen dringend zu überprüfen und die Standards bei der Produktion reciproz zu gestalten. Ziel sei es, dass Produkte aus Drittländern die gleichen Anforderungen erfüllen wie europäische Landwirte.
„Verteidigung des Handels zum Schutz der europäischen Landwirtschaft“
ASAJA Murcia fordert die EU zudem auf, ihre Instrumente zur Verteidigung des Handels gegen potenzielle Situationen unfairer Konkurrenz zu stärken.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zählen:
- Strengere Grenzkontrollen
- Anwendung von Zöllen, wo angebracht
- Korrekturmaßnahmen gegen unfaire Importe
- Erhöhte Überwachung der Produktionsbedingungen in Drittländern
„Druck auf die Erzeugerpreise“
Die Organisation erklärt, dass diese regulatorische Lücke direkte Auswirkungen auf die Erzeugerpreise habe. Sie behauptet, dass der Zustrom von importierten Produkten unter weniger strengen Bedingungen erheblichen Abwärtsdruck auf strategische Kulturen im Frucht- und Gemüsesektor ausübe.
Zu den am stärksten betroffenen Produkten zählen nach Ansicht von ASAJA Murcia:
- Tomaten
- Paprika
- Gurken
- Zitrusfrüchte
Sie sind der Meinung, dass diese Situation die wirtschaftliche Nachhaltigkeit zahlreicher landwirtschaftlicher Betriebe gefährde und das produktive Gefüge des spanischen und europäischen Frucht- und Gemüsesektors schwäche.
Quelle: RevistaMercados.com
Veröffentlichungsdatum: 15.04.2026