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UN warnt vor erhöhter Gefährdung der Lebensmittelproduktion durch steigende Düngemittelkosten

07. April 2026

Sie weisen darauf hin, dass der Zusammenbruch des Transportverkehrs in Hormus um mehr als 95 % (von über 100 Schiffen pro Tag auf weniger als 10) nicht nur die Lieferketten in dem Energiesektor, sondern auch in der Landwirtschaft beeinträchtigt, berichtete Hortoinfo.es.

Die Unterbrechung des Transports von Düngemitteln und Rohstoffen für deren Herstellung durch die Straße von Hormus erhöht laut einer Analyse der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) die Gefahren für die globale Ernährungssicherheit.

Die UNCTAD betont die Bedeutung dieses Verkehrsknotenpunkts für die Produktionskette von Stickstoff- und Phosphatdüngemitteln. Sie merkt an, dass die Golfstaaten für 13 % der weltweiten Stickstoffexporte, die für Düngemittel unerlässlich sind, und 9 % der Phosphatnährstoffe verantwortlich sind.

Nicht nur ein Viertel des weltweiten marinen Öls passiert die Straße von Hormus, sondern auch erhebliche Mengen an Flüssigerdgas (LNG), fügt die Organisation hinzu und betont, dass LNG ebenso ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Stickstoffdüngemitteln wie Harnstoff und Ammoniak ist. 

Aus all diesen Gründen sind viele Länder, insbesondere in der Asien-Pazifik-Region, aber auch in Afrika, stark von Importen aus dem Golf für ihre Düngemittel abhängig, wie beispielsweise Sudan (54 % stammen aus der Region), Sri Lanka (36 %) oder Australien (32 %). 

Gleichzeitig werden höhere Transport- und Versicherungskosten an die Düngemittelpreise weitergegeben und beeinflussen dadurch wiederum die landwirtschaftliche Produktion und die Exporte, so sagt die UN-Organisation. 

„Der Anstieg dieser Kosten erhöht die Risiken für die Lebensmittelproduktion, die Versorgung und die Preise.“

 

Quelle: Hortoinfo.es

 

Veröffentlichungsdatum: 07.04.2026

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