ZVG: Erster gemeinsamer Tarifvertrag im Gartenbau
Nach intensiven Verhandlungen konnten sich die Arbeitgeber im Rahmen einer Tarifgemeinschaft mit der Gewerkschaft IG BAU auf ein Ergebnis verständigen. Erstmals haben mehrere Tarifregionen gemeinsam verhandelt – ein bedeutender Schritt für eine stärkere tarifpolitische Zusammenarbeit in der Branche.
„Ich bin erfreut darüber, dass vom ersten Austausch hinsichtlich einer möglichen perspektivischen Zusammenarbeit bis zum heutigen Abschluss lediglich ein Jahr vergangen ist.“, betonte Andreas Pellens, Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft.
Mit dem Abschluss gelten einheitliche Rahmen- und Entgeltregelungen für große Teile des Gartenbaus. Die Betriebe erhalten damit Planungssicherheit bis Ende Februar 2028.
Die vereinbarten Entgelterhöhungen erfolgen in zwei Stufen und berücksichtigen sowohl wirtschaftliche Rahmenbedingungen als auch die Sicherung attraktiver Arbeitsbedingungen.
Ziel der Tarifgemeinschaft ist es, gemeinsame Strukturen zu stärken und verlässliche Mindeststandards zu schaffen.
Zugleich wird die Tarifautonomie bekräftigt: Die Sozialpartner bleiben gefordert, eigenständig zukunftsfähige Vereinbarungen zu gestalten.
Der Abschluss ist auch eine Antwort auf den anhaltenden Strukturwandel im Gartenbau, der zu einer zunehmenden Zersplitterung tariflicher Strukturen geführt hat.

Er setzt ein klares Signal für mehr Zusammenhalt und Zukunftsfähigkeit der Branche.
Quelle: ZVG
Veröffentlichungsdatum: 27.03.2026