Ukraine testet bahnbrechende japanische Technologie für den erdlosen Gemüseanbau
Das erste Gewächshauslabor der nächsten Generation hat in der Ukraine seinen Betrieb aufgenommen. Dort werden Gurken und Tomaten mithilfe einer speziellen Nanofolie anstelle von Erde angebaut, wie EastFruit unter Berufung auf AgroTimes berichtet.
Die von japanischen Spezialisten eingeführte Technologie ermöglicht den Anbau von Nutzpflanzen selbst unter Bedingungen von Wasserknappheit und in Kriegsgebieten.
Anstelle von herkömmlicher Erde verwendet das System ein transparentes Material mit ähnlichen Eigenschaften wie dichtes Hydrogel.
Die Pflanzenwurzeln entwickeln sich direkt in dieser Folie, die Wasser zusammen mit Nährstoffen aufnimmt.
Gleichzeitig blockiert sie Viren und Bakterien, was den Anbau von Gemüse ohne Pestizide oder Herbizide ermöglicht.
Forschungsergebnissen zufolge liegt der Nitratgehalt in diesem Gemüse um ein Vielfaches unter den zulässigen Grenzwerten.
Die Wissenschaftler erklären, dass die Folie effektiv die Funktion von Erde übernimmt: Sie absorbiert Wasser und Dünger und verhindert gleichzeitig, dass schädliche Mikroorganismen die Pflanzen erreichen.
Die Technologie ermöglicht zudem erhebliche Ressourceneinsparungen, da der Wasser- und Düngemittelverbrauch um ein Vielfaches geringer ist als bei der Hydrokultur.
Neben der Pilotanlage in der Region Kiew werden in Kiew auch Projekte für vertikale Landwirtschaft entwickelt, bei denen Blattgemüse in Anlagen mit mehreren Etagen ohne natürliches Licht produziert wird.
Quelle: EastFruit.com
Veröffentlichungsdatum: 26.03.2026