ZVG bekräftig Forderungen zur EU-Verpackungsverordnung
Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) sieht weiterhin dringenden Anpassungsbedarf bei der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR). Als Teil einer breiten Branchenallianz sowie in eigenen Stellungnahmen hat der ZVG darauf hingewiesen, dass die aktuellen Regelungen insbesondere für industrielle und gewerbliche Verpackungen erhebliche praktische Probleme verursachen.
Die Vorgaben seien vielfach auf Konsumverpackungen zugeschnitten, würden jedoch auch komplexe Lieferketten in Industrie und Gartenbau betreffen.
Kritisch bewertet der ZVG vor allem die vorgesehenen Wiederverwendungsquoten. Die geforderte 100-Prozent-Quote für bestimmte Industrie- und Gewerbeverpackungen ist schlicht unrealistisch.
Auch die Vorgabe, bei grenzüberschreitenden Transporten eine Quote von 40% zu erreichen, erzeugt lediglich immensen bürokratischen Aufwand, ohne einen ökologischen Mehrwert zu bieten.
Für bestimmte Transportverpackungen – etwa Palettenfolien und Umreifungsbänder – gebe es derzeit zudem überhaupt keine technisch geeigneten Mehrweglösungen.
Der ZVG betont, dass industrielle und gewerbliche Verpackungen bereits heute in hohem Maße kreislauforientiert organisiert sind und sich deutlich von Konsumverpackungen unterscheiden.
Pauschale regulatorische Ansätze würden diesen Unterschieden nicht gerecht.
Vor diesem Hintergrund fordert der Verband im Rahmen des EU-Umwelt-Omnibus gezielte Nachbesserungen der PPWR.

Industrie- und Gewerbeverpackungen sollten insbesondere von unverhältnismäßigen Anforderungen bei Wiederverwendung, Berichtspflichten, Kennzeichnung sowie weiteren Detailvorgaben ausgenommen werden.
Quelle: ZVG
Veröffentlichungsdatum: 23.03.2026