fruchtportal.de

Österreich: Spargelsaison am Start - Regionaler Spargel ab April im Handel

23. März 2026

Mit den ersten warmen Tagen steigt auch die Nachfrage nach Spargel im Lebensmitteleinzelhandel. Aktuell stammt das Angebot jedoch noch ausschließlich aus dem Ausland, österreichischer Spargel ist derzeit noch nicht verfügbar. 

Die regionale Ernte beginnt heuer voraussichtlich Ende März/Anfang April. Ab dann wird auch österreichischer Spargel im Handel verfügbar sein.


AMA-Marketing informiert über aktuelle Marktsituation, Herkunft und Qualität. (Foto © AMA-Marketing)

Spargel zählt zu den beliebtesten Frühlingsgemüsen und ist aus der österreichischen Küche nicht wegzudenken. Frische, kurze Transportwege und geprüfte Qualität machen regionalen Spargel besonders attraktiv. Bis dieser jedoch im Handel erhältlich ist, überbrücken Importe die Nachfrage.

Noch kein österreichischer Spargel im Handel

Laut Versorgungsbilanz der Statistik Austria wurden im Jahr 2025 rund 4.300 Tonnen Spargel nach Österreich importiert. 

Die wichtigsten Herkunftsländer waren Ungarn (31 %), Spanien und Italien (je 26 %), Deutschland (7 %) sowie Peru (3 %). 

Derzeit liegt in den Supermärkten ausschließlich importierte Ware auf. Das ist saisonal üblich: Die österreichische Spargelernte startet heuer Ende März/Anfang April und dauert traditionell bis zum Johannistag am 24. Juni. 


Infografik © AMA Marketing

Produktion leicht gestiegen, Markt stabil

Die österreichische Spargelproduktion lag 2025 bei rund 2.807 Tonnen und damit leicht über dem Vorjahr mit 2.723 Tonnen. Rund zwei Drittel entfielen auf weißen Spargel, etwa ein Drittel auf grünen Spargel.

Im Lebensmitteleinzelhandel zeigte sich zuletzt eine leicht rückläufige Mengenentwicklung: 2025 wurden rund 2.247 Tonnen verkauft (2024: 2.381 Tonnen), während der Umsatz auf knapp 22 Millionen Euro anstieg (Chart 2). Höhere Preise und eine etwas spätere Ernte führten zu einer stärkeren Präsenz importierter Ware im Handel.

Niederösterreich bleibt führend

Der Spargelanbau konzentriert sich weiterhin auf wenige Regionen: Niederösterreich ist mit rund 65 % der Produktion das wichtigste Bundesland, gefolgt von Oberösterreich mit etwa 18 %. Gemeinsam bilden sie das Zentrum des heimischen Spargelanbaus.

Spargel bleibt beliebt

Mit einer Käuferreichweite von rund 33% bleibt Spargel ein fester Bestandteil im Einkaufskorb vieler Haushalte. Die durchschnittliche Einkaufsmenge pro Haushalt liegt stabil bei rund 1,7 Kilogramm. Rund ein Viertel des Spargels stammt aus biologischer Produktion.

Noch müssen Konsumentinnen und Konsumenten auf heimischen Spargel warten. Mit steigenden Temperaturen wird ab Ende März/Anfang April österreichischer Spargel in den Handel kommen – händisch frisch gestochen, regional produziert und mit geprüfter Qualität.


Foto © AMA-Marketing

Regionale Qualität erkennen

Wer beim Einkauf auf regionale Herkunft achten möchte, sollte gezielt zum AMA-Gütesiegel greifen. Dieses garantiert, dass der Spargel zu 100 % in Österreich angebaut und geerntet wurde und strengen Qualitätskontrollen unterliegt.

„Gerade bei sensiblen Frischeprodukten wie Spargel spielt die Herkunft eine zentrale Rolle. Österreichischer Spargel steht für kurze Transportwege, Frische und nachvollziehbare Qualität. Das macht ihn zu etwas Besonderem“, so die AMA-Marketing Geschäftsführerin Christina Mutenthaler-Sipek.

Die AMA-Gütesiegel-Betriebe produzieren nach dem anerkannten Qualitätssicherungssystem AMAG.A.P., das für besonders hohe Anforderungen steht. Aktuell sind 40 Spargelbetriebe nach AMAG.A.P. zertifiziert.

Zentrale Elemente der Produktion sind ein gezielter Einsatz von Pflanzenschutzmaßnahmen sowie eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln werden laufend überprüft – im Rahmen eines umfassenden, risikobasierten Kontrollplans.

 

Veröffentlichungsdatum: 23.03.2026

Fruchtportal © 2004 - 2026
Online Fachzeitschrift für den internationalen Handel mit frischem Obst und Gemüse