Spanien: Tomaten- und Paprikapreise bleiben extrem hoch
Extreme Wetterereignisse und Schädlingsbefall führten zu Versorgungsengpässen sowohl auf dem Inlands- als auch auf dem Exportmärkten. Die außergewöhnlichen Wetterbedingungen zu Beginn der Jahres hatten auf die spanische Gewächshausgemüsesaison 2026 erhebliche Auswirkungen, wie der ungarische Fachverband Obst und Gemüse berichtet (FruitVeB).
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Die Erzeuger konnten deutlich kleinere Mengen als üblich auf den Markt bringen und die Qualität war oft unterdurchschnittlich, was zu einem deutlichen Preisanstieg führte.
Laut Luis Ramos, Vertreter von MG Fruit in Ridderkerk, wird die Situation zusätzlich dadurch verschärft, dass extreme Wetterbedingungen auch in Marokko zu Ernteausfällen geführt haben, wodurch das Tomatenangebot in beiden wichtigen Exportländern gesunken ist.
Darüber hinaus führt der Ramadan traditionell zu geringeren Produktionskapazitäten, was das Angebot weiter reduziert.
Der Preis für kleinere Tomatensorten liegt derzeit zwischen 4 und 5 EUR/kg, tendiert aber eher zu 5 EUR/kg. Runde Tomaten sind praktisch vom Markt verschwunden, wo rar verfügbare Partien für 2,20-2,30 EUR/kg den Besitzer wechseln.
Auch der Auktionspreis für Kirschtomaten in den Niederlanden spiegelt die Situation wider: Einige Partien erreichten Preise von bis zu 17 EUR pro Karton.
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Die Preise für spanische Paprika waren die ganze Saison über hoch und scheinen sich bisher nicht wesentlich zu verringern.
Rote Paprika kosten derzeit um die 20 EUR pro Karton, gelbe Paprika 14-15 EUR und grüne Paprika etwa 11-12 EUR, was teilweise auf das Auftauchen niederländischer Produkte zurückzuführen ist. Es wird erwartet, dass das spanische Angebot in den nächsten vier bis fünf Wochen weiter abnimmt.
Der Schädling Thrips parvispinus hat in diesem Jahr besonders schwere Schäden verursacht und Paprika zum „Sorgenkind“ und „schwarzen Schaf“ der Saison gemacht.
Die langfristigen Folgen dieser Saison lassen sich derzeit schwer vorherzusagen. Einige spanische Erzeuger werden den Paprikaanbau wahrscheinlich aufgeben, während andere – die diese Kultur ihr ganzes Leben lang angebaut haben – trotz der aktuellen Schwierigkeiten nicht umsteigen wollen.
Quelle: FruitVeb.hu
Veröffentlichungsdatum: 23.03.2026