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Belgien: Erste Stangenbohnen auf dem Markt – Anbaufläche schrumpft trotz stabiler Nachfrage

16. März 2026

Der belgische Obst- und Gemüsevertrieb sowie -versteigerer BelOrta hat die Hülsenfrüchte-Saison mit Stangenbohnen eröffnet. Die ersten Kisten mit Stangenbohnen wurden diese Woche von der Familie Van Hoof aus Lier geliefert.


Bildquelle: Pixabay

Sie zählen zu den wenigen verbliebenen Anbauern von Stangenbohnen in Flandern, berichtet das Flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT). 

Der Großteil der Stangenbohnen wird in Gewächshäusern angebaut. Aufgrund des arbeitsintensiven Anbaus geht die Anbaufläche seit Jahren zurück, doch das Gemüse bleibt beliebt – besonders bei älteren Flamen.

Stangenbohnen

Zu Großmutters Zeiten hatte jeder Stangenbohnen im Garten. Mit dem Verschwinden der Gartenbautradition sind viele Stangenbohnen und andere Hülsenfrüchte in Gewächshäuser umgezogen.

BelOrta zählt derzeit fünf Gewächshausanbauer, wobei die Familie Van Hoof aus Lier die größte ist.  

Gewächshausanbau von Stangenbohnen

Es ist die Familie Van Hoof, die die ersten Stangenbohnen an die Auktion in Sint-Katelijne-Waver lieferte. 

Die Produktion läuft bis November und erreicht ihren Höhepunkt im Juli, August und September – wenn auch die Freilandproduktion ihren Höhepunkt hat. 

Neben dem Anbau in Gewächshäusern wird die Bohne auch auf kleiner Fläche im Freiland kultiviert.  

„Stangenbohnen sind besonders in Flandern beliebt, wo sie seit Generationen einen festen Platz in der Küche haben. Wir stellen außerdem fest, dass Stangenbohnen oft mehr geschätzt werden, je älter die Verbraucher sind“, sagt Guy Jennes, Verkaufsleiter bei BelOrta.

Rückläufige Anbaufläche, stabiler MarktNicht nur die Verbraucher werden älter; auch der Sektor kämpft mit einer alternden Belegschaft. „Infolgedessen geht die Anbaufläche seit Jahren zurück“, erklärt Jennes. „Vor allem ältere Erzeuger bauen sie an. Junge Erzeuger greifen kaum auf sie zurück.“

Das hänge unter anderem mit dem arbeitsintensiven Charakter des Anbaus zusammen. „Es ist viel Arbeit erforderlich, und außerdem muss auch am Wochenende geerntet werden. Das macht es schwierig und teuer, geeignetes Personal zu finden.“ 

Da die Produktion etwas zurückgeht, herrscht ein gutes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Laut Jennes führt dies zu guten Preisen für die Erzeuger. 

„Unsere Käufer sind bereit, faire Preise für Stangenbohnen zu zahlen.“  


Quelle: Vilt.be 

 

Veröffentlichungsdatum: 16.03.2026

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